Angekommen im Katzencafé!

24. April 2018

Nach einem langen und weiten Schnurrflug sind wir nun also erst mal angekommen, 
und zwar in einem tollen Katzencafé. Doch wo genau sind wir eigentlich?

Wie in unserem Vorstellungsartikel zu dieser Reihe angekündigt, werden wir die Katzenwelt von Osten nach Westen bereisen und sowohl kätzische Highlights aber auch manchmal kontroverse Entdeckungen präsentieren. 
Nun haben wir mal eben ein Katzencafé entdeckt, allerdings wo?

Inseln, hohe Lebenserwartung und 126 Millionen Zweibeiner

… all dies lässt sich in diesem Land, welches definitiv schon lange vor
unseren ersten Pfotenabdrücken hier entdeckt wurde, finden.

Einige von Euch haben es vielleicht schon erraten (Herrchen hat ja auch im Titelbild geschummelt),
wir befinden uns nicht in einem Land vor unserer Zeit, sondern wir sind in Japan gelandet.

Wir fanden es einfach passend, unsere Reihe im „Land der aufgehenden Sonne“ zu beginnen,
aber abgesehen von der Sonne hat Japan noch viel mehr zu bieten aber auch ein Problem …

Viele Menschen, wenig Platz!

Allein in der Hauptstadt Tokio leben 9,4 Millionen Menschen (zum Vergleich New York City: ca. 8,5 Millionen)
In Tokio und seinen umliegenden Bezirken leben gar mehr als 37 Millionen Menschen auf etwa 13.500 km2, was die Region zum größten Ballungsraum der Welt macht.
Auch hier ein kleiner Vergleich: Österreich, ca. 83.800 km2, ca. 8,7 Mio. Einwohner

Diese enorme Konzentration von Menschen, man könnte fast von einem Wespennest sprechen,
führt wiederum dazu, das Mietpreise explodieren und der durschnittliche Wohnraum pro Person lediglich rund 30 mbeträgt, meist auch deutlich weniger (Anmerkung: 64,5 m2 für 2,13 Personen / Stand: 11/17).

Natürlich ist hier eine (artgerechte) Tierhaltung aber speziell eine Katzen- oder Hundehaltung mehr als schwierig und zudem auch meist per (Miet-) Vertrag untersagt.
Was also tun, wenn man unbedingt in Kontakt mit Fellnasen (oder anderen Tieren) kommen möchte?

Katzencafé-Egyptian Mau-Katzenblog

Die Lösung: Das Katzencafé (oder auch andere Tiercafés)

Zugegeben, wir haben hier schon einmal über ein österreichisches Katzencafé berichtet. 
Wir waren zudem kurz vor Ort, um uns dieses schnurrige Katzencafé mitten in Wien einmal live anzusehen.

Während dieses Konzept in unseren Breitengraden eher etwas skurril anmutet, weil man eben in der Regel selbst problemlos Katzen halten kann, ist es in Japan allerdings meist die einzige Gelegenheit etwas Zeit mit Katzen (oder anderen Tieren) verbringen zu können.

Vor diesem Hintergrund – man möge uns steinigen – finden wir das auch völlig okay,
denn während bei uns eher das Erlebnis „Kaffee & Katze“ im Mittelpunkt steht,
werden dort Orte der Begegnung für Mensch & Tier geschaffen.

Nicht zu vergessen ist auch, dass hier wie dort gänzlich oder zumindest zum Großteil Katzen aus dem Tierschutz ein neues Zuhause erhalten, welches im Vergleich zu einem Tierheim sicherlich besser ist,
aber darauf gehen wir später noch näher ein …

Übrigens ja, gleich vorab in Japan gibt es neben Katzencafés auch Hundecafés,
Schlangencafés und noch einiges mehr ….

Da wollten wir überall nicht rein, wir wollen doch schließlich nicht selbst auf dem Teller landen … 

Die Blogkatzen

Im Katzencafé gibt es strenge Regeln!

Natürlich sind Katzencafés nicht irgendwelche Lokale und auf Japan bezogen, ist die Bezeichnung Katzencafé an sich teilweise schon nicht korrekt.
Denn dort werden auch großzügige Orte des öffentlichen Lebens mit Tieren bereichert,
wobei die Tiere dann natürlich auch nicht immer direkt im Mittelpunkt stehen.

Katzencafé-Egyptian Mau-Katzenblog

Hier zum Beispiel wurde ein Katzencafé schlicht als große Bibliothek entworfen,
wobei selbige natürlich auch auf die Bedürfnisse der tierischen Bewohner eingeht
(siehe unter anderem Aufstiegsmöglichkeit rechts im Bild).

Jedoch völlig unabhängig von der genauen Funktion eines Katzencafés,
gelten dort ganz spezielle und strikte Regeln für jeden Zweibeiner.
Wir haben versucht, Euch einen kleinen Auszug davon aufzulisten …

— Keine Straßenschuhe im Lokal (Infektionsrisiko für die Katzen).
— Hände müssen gründlich desinfiziert werden. 
— Selbstverständlich dürfen keine anderen Tiere mitgebracht werden.
— Mitnahme übergroßer Behältnisse (z.B. große Handtaschen) ist verboten.
— Die Mitnahme eigener Lebensmittel oder auch Katzensnacks ist untersagt.
— Es darf kein übliches Spielzeug mitgenommen werden (z.B. Baldriankissen).
— Im Katzencafé darf natürlich nicht geraucht werden.
— Katzen dürfen nicht zu ihrem Glück „gezwungen“ werden und müssen sich  
    zu jeder Zeit zurückziehen können.
— Es darf keine laute Beschallung (z.B. durch Smartphones) verursacht werden.
— und noch einiges mehr …

Die Geheimräume

Neben den Regeln gibt es in jedem Katzencafé nicht nur öffentliche Bereiche, sondern auch für Gäste grundsätzlich unerreichbare, versteckte Räumlichkeiten, in welche sich die Katzen jederzeit zurückziehen können.

Da Regeln an sich immer gebrochen oder unter Umständen locker ausgelegt werden können,
sind diese Plätze – auch während der Öffnungszeiten – das wahre Refugium der Katzen,
wenn diese einmal keine Lust auf menschlichen Kontakt haben.

Skurrile Eigenheiten in japanischen Katzencafés

Während laute Geräusche nicht unbedingt erwünscht sind,
stellen landestypische Karaokebereiche hier wohl eine Ausnahme dar.
Katzensnacks sind käuflich erhältlich und können in einem ziemlich langen zeitlichen Rahmen verfüttert werden (siehe Bild 1), wobei in Japan meist 15 – 20 Katzen in einem Café wohnen,
dies relativiert die Sache vielleicht wieder …

Katzencafé-Egyptian Mau-Katzenblog

Jedenfalls scheinen die Katzen selbst nicht allzu viel dagegen zu haben. :-)

Rassekatzen vs. Tierschutz?

Zugegeben, wir haben die letzten beiden Bilder dieses Beitrags absichtlich ausgewählt,
um etwas zu polarisieren.
Denn darin „verstecken“ sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu einem eine silberne Egyptian Mau
und zum anderen vermutlich eine silberne Bengalkatze.

Was findet Ihr? Verboten oder erlaubt?

Nun, die Katzencafés selbst machen kein Geheimnis daraus,
unter anderem auch Rassekatzen zu halten aber warum?
Muss das sein?

Also wir finden das unter den gegebenen Umständen sogar in Ordnung, 
denn die Katzen selbst bestimmen nicht den „Wert“ einer anderen Katze, sondern lediglich wir Menschen. 
Zudem würde man als Japaner wohl nie eine Rassekatze sehen, wenn man selbst keine Katze halten kann
und an diesen Orten nur Katzen aus dem Tierschutz leben würden.

Was ist Eure Meinung zu diesem Thema? 
Teilt es uns gerne in den Kommentaren (unter diesem Beitrag) mit!

Erlebniswelt Katzencafé

Wie am Anfang dieses Artikels bereits erwähnt, sollen Katzencafés
aber vor allem eines sein: ein Ort der Begegnung zwischen Mensch und Tier!

Katzencafé-Egyptian Mau-Katzenblog

Was spricht denn schon auch gegen eine gemütliche Lektüre in entspannter Atmosphäre
und felliger Beteiligung, ein paar Katzenhaare inklusive?

Es werden wahre Erlebniswelten geschaffen, in welchen man sich nach Feierabend gerne trifft,
um ein paar Stunden mit tierischen Gefährten zu verbringen. 

Man möge davon grundsätzlich halten was man will, diese Örtlichkeiten sind aber neben dem eigentlichen Zweck auch durchaus kleine Paradiese für die Katzen, denn ob Kletterwand, Katzenrad oder/und ganz ausgefallene Konstruktionen, ist hier alles zu finden was das Katzenherz begehrt …

Katzencafé-Egyptian Mau-Katzenblog

Auch wir haben uns vor der Bestellung unserer Kletterwand unter anderem von solchen Orten
inspirieren lassen.
Keine Frage wir waren teilweise völlig überwältigt davon, was möglich ist, wenn man Räumlichkeiten
rund um die Katze „herum“ bauen kann.
Diese Plätze sind meist hochfunktionell, bieten aber gleichzeitig einen tollen Abenteuerspielplatz für die Katzen.

Den Raum rund um die Katzen herum gestalten?

Wir bekommen übrigens regelmäßig relativ viele Fragen zu den Erfahrungen mit unserer Kletterwand und planen auch bereits in kleines Review, allerdings möchten wir hier kurz vorgreifen …

Ja, die Überschrift ist in dieser Form korrekt und wir würden es bei einer Renovierung oder einem Umzug jederzeit wieder so machen und stattdessen eher auf einen klassischen Kratzbaum verzichten.

Katzen sofort in die Raumplanung miteinbeziehen zu können, ist nicht immer möglich,
es ergeben sich jedoch sehr viele Annehmlichkeiten für Mensch & Tier.
Wir haben aus einen – aus menschlicher Sicht – quasi unbenutzbaren Raum,
eine tolle Spielmöglichkeit für die Katzen gemacht und es nie bereut.

Bei minimalem Raumverlust wird die Kletterwand praktisch zu jeder Tages- und Nachtzeit benutzt,
der Kratzbaum dient nur noch als Sonnenplatz und Aussichtsturm (wegen der Fenster),
ist aber ansonsten völlig verwaist.

Wir waren anfangs wirklich skeptisch, aber die Katzen in die Raumplanung quasi zu integrieren
war eine tolle Entscheidung und bietet einen tollen Mehrwert für alle Seiten.

Mehrwert im Katzencafé?

Ganz klar, dort spielt speziell auch Optik eine sehr große Rolle, allerdings sind die Vorteile im Prinzip dieselben. 
Diese Plätze stellen einen optimalen Rückzugsort für die Katzen dar,
selbige sind auf diese Art sowohl im Raum aber gleichzeitig auch unerreichbar.

Natürlich haben diese Möbelstücke dort auch einen hygienischen Vorteil, denn die Katzen sind so nicht ständig zwischen Kaffee & Kuchen unterwegs und diese Konstruktionen sind meist so entworfen, um eine optimale Reinigung zu ermöglichen (Metallelemente etc.).

Übrigens sind solche Metallelemente für den Heimgebrauch eher weniger zu empfehlen, diese sind doch sehr laut und die Katzen finden ohne Bearbeitung der Flächen keinen optimalen Halt!

Schnurrr, Herrchen du wirst dich noch wundern, wir bringen tolle Ideen mit …

Die Blogkatzen

Fazit

In Japan kommt man als Katzenfan definitiv nicht um einen Besuch in einem der Katzencafés herum,
denn es ist definitiv ein Erlebnis.

Die dortigen Katzen werden in der Regel sehr gut tierärztlich versorgt und gepflegt,
lediglich „die Form der Ausstellung“ ist für uns Europäer etwas ungewöhnlich
aber aufgrund der lokalen Bedienungen wahrscheinlich verständlich.

Ob es ausgerechnet mitunter auch Rassekatzen sein müssen oder ob nicht doch eher Tierschutzkatzen geholfen werden sollte, sei dahingestellt.
Es gibt wohl für beide Seiten sehr viel Spielraum für Argumente aber letztendlich müssen
die dortigen Züchter entscheiden, ob diese so etwas unterstützen wollen oder eben nicht.

Also …

Katzencafé-Egyptian Mau-Katzenblog

Wer würde sich bei solchen Blicken hier nicht hinsetzen und einfach mal gemütlich fallen lassen wollen?

Die Reise geht weiter …

Also wir Katzen müssen zugeben, trotz der First-Schnurr-Tickets ging uns die lange Hinreise doch ziemlich ans Fell und daher waren die japanischen Katzencafés für uns ein sehr schnurriger Start in diese Artikelreihe.

Okay, wir mussten uns überall verbotenerweise reinschmuggeln und hatten auch leichte Maunzprobleme
mit den Kollegen dort. Aber mit allen vier Pfoten konnten wir uns dann doch irgendwie ganz gut verständigen, und haben einen schnurrigen Tipp für unser nächstes Reiseziel bekommen!

Diese Katzgerüchte müssen wir unbedingt überprüfen,
denn irgendwie ging es da um solche „Gegensätze“ und um irgendeine Insel …
Hoffentlich bekommen wir keine nassen Pfoten, aber das müssen wir natürlich
näher in Katzenaugenschein nehmen – ganz klar!

Wohin genau es gehen wird, verraten wir jetzt natürlich noch nicht! ;-) 
Aber wir machen uns schon mal auf die Pfoten und melden uns demnächst wieder
mit einem ausführlichen Reise- … ähm … Schnurrbericht!


In der Zwischenzeit solltet Ihr uns fleißig auf unseren sozialen Schnurrkanälen
(wie Facebook, Instagram oder Twitter) folgen, 
vielleicht posten wir ja das eine oder andere Miezenselfie aus der Ferne! 
Außerdem würden wir uns über jeden Eurer Kommentare sowie Maunzfeedback jeglicher Art 
(unter diesem Beitrag) sehr freuen!

Liebe Schnurrer 
Cleopatra, Manet & Matt
(Herrchen hat nur auf „Veröffentlichen“ geklickt *schnurrwahrheit*)

Bildquellen / Picture credits:
Titelbild: imgur.com, (User: CockneyBiker, Upload: 23.08.2015 ) – eigene Bearbeitung
Artikelbilder 1-6: Cat Cafe Mocha

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5 Kommentare

    • Hallo Franzi,
      ja … das Cafe Neko … und in Klagenfurt gibt es auch noch eins.
      Wir werden in der kalten Jahreszeit wahrscheinlich nochmals ausführlich
      über das Cafe Neko in Wien berichten.
      Aber momentan verbringt Herrchen leider viel Zeit damit, die Taler zu verdienen,
      welche wir für unser (angeblich) luxuriöses Schnurrleben eben so brauchen …

      Liebe Maunzer,
      Cleopatra, Manet & Matt

      PS: Netter Blog, haben nur nichts für uns gefunden … ;-)

  1. *hinknie* *blinzel* *einen finger hinstreck* – so begrüßt ich – felloser Zweibeiner – euch Katzen.

    Das Cafe Neko in Wien gibt es nicht mehr.

    Herzliche Grüße

    Andrea

    • Schnurrr …
      Vielen Dank für die ganzen Leckerlis und Streichler!
      Wie das Cafe gibts nicht mehr?
      Die letzte Google-Bewertung ist von vor zwei Tagen und alles scheint normal.
      Dem werden wir nachgehen … :-/

      Pappsatte Grüße,
      Cleopatra, Manet & Matt

Schnurr uns was ...

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