Katzenallergie – Fragen & Antworten

19. Juni 2018

Es ist ein wirklich heißes Eisen, dieses Thema und wann immer das Wort „Katzenallergie“
irgendwo – meist in Gruppen von sozialen Plattformen – auftaucht, scheint es eine Art Muster
von vorgefertigten Meinungen zu geben.

Irgendwer, meist der Fragesteller und/oder Betroffene selbst, ist immer schuld.
Meist ist Selbiger noch total böse, rücksichtslos und generell scheint es schon eine Anmaßung
an sich zu sein, Fragen zum Thema Katzenallergie überhaupt nur zur Diskussion zu stellen.
Aber halt, gehen wir einen Schritt zurück …

Was ist überhaupt eine Katzenallergie?

Sieht man mit solch einer Allergie etwa eine Katze in hundert Metern Entfernung
und fällt quasi schon Tod um?

Nein, wir wollen eine bestehende Katzenallergie hier sicher nicht verharmlosen
oder sonst irgendwie ins Lächerliche ziehen, sondern im Gegenteil,
möglichst gut und objektiv aufklären.

Es gibt natürlich Fälle, in denen es für Mensch (und Tier) mitunter besser ist,
wenn man es vermeidet, in Kontakt mit Katzen zu kommen
oder vielleicht sogar das geliebte Tier abgibt. 

Allergieerregern dauerhaft ausgesetzt/ausgeliefert zu sein, ist bei keiner Allergie wirklich gesund
und sollte natürlich möglichst vermeiden werden.
Trotzdem gibt es auch bei einer Katzenallergie verschiedene Möglichkeiten der Behandlung,
welche eventuell eine gute und dauerhafte Lösung darstellen können.
Man muss sich unter Umständen also gar nicht dauerhaft vor Katzen „schützen“
oder gar in Sicherheit bringen.

Dennoch merken wir an dieser Stelle an, dass man sich als Betroffene/r unbedingt
in fachärztliche Behandlung begeben und etwaige Maßnahmen mit dem entsprechenden Experten
abstimmen sollte.

Trotzdem wird der Begriff „Allergie“ in der heutigen Zeit wohl sehr stark überstrapaziert.
Gefühlt hat fast jeder irgendwelche fast schon tödlichen Beschwerden
und unter anderem bei der Katzenallergie hat man ebenfalls den Eindruck,
als würde der bloße Anblick der Tiere schon schlimme Folgen nach sich ziehen …

Katzenallergie-Egyptian Mau-Katzenblog
Betrachten garantiert risikofrei!

Katzen einfach nicht zu mögen, zählt übrigens auch nicht als Katzenallergie!

Es ist okay, etwas nicht gut zu finden … 
Aber solche unehrlichen Aussagen und Äußerungen schaden wirklich betroffenen Menschen
vielmehr, als sie ihnen helfen!
Als Katzenbesitzer kann man sich so nicht auf die tatsächliche Situation einstellen
und daher auch nicht unbedingt geeignete Maßnahmen treffen, um Rücksicht zu nehmen.

Denn selbstverständlich ist es ein Unterschied, ob dem Gegenüber nur das einzelne Katzenhaar
auf dem Pullover missfällt oder ob er/sie wirkliche körperliche Beschwerden dadurch erwartet.

Was steckt nun aber wirklich dahinter?

Tierallergiker sind in vielen Fällen nur gegen eine Haustierart allergisch, dann jedoch meist gegen Katzen,
was die Katzenallergie wohl zum berühmtesten oder besser bekanntesten Vertreter der Tierallergien macht.
Allerdings können auch Nagetiere wie Hamster, Mäuse und Meerschweinchen zu Problemen führen.

Katzenallergie? Alles Haare oder wie?

Im üblichen Sprachgebrauch ist im Fall der Fälle schnell von einer Katzen- oder Tierhaarallergie die Rede,
was jedoch grundsätzlich so nicht stimmt. 
Die Haare oder auch das Fell der Katzen/Tiere sind nur ein Teil des Problems,
jedoch nicht unbedingt die Ursache.

Die wahren Auslöser der Allergie sind Allergene, welche sich unter anderem
im Speichel, Talg, Schweiß oder auch im Urin der Katzen wiederfinden.
Diese Allergene werden lediglich im Zuge des normalen Verhaltens der Katzen (zB durch Putzen)
auf deren Haare bzw. auf das Fell übertragen und verteilen sich von dort aus leicht in der Umgebung der Tiere.

Die Haare der Katze sind daher nur mit den allergieauslösenden Stoffen verunreinigt
aber nicht wirklich der Grund der Allergie.

Katzenhaare verhalten sich bei einer Katzenallergie ungefähr so wie Erdnussbutter
zu einem Erdnussbutterbrot!
Allergieauslösende Stoffe befinden sich lediglich darauf …
Wenn man gegen Erdnüsse allergisch ist, kann das Brot auch nichts dafür
und ist trotzdem nicht unbedingt genießbar!

Egyptian Mau Katzenblog

WICHTIG:

Dies ist übrigens auch der Grund, warum es im Prinzip keine Katzen gibt,
welche bei einer Katzenallergie „geeignet“ sind. 
Selbst Nacktkatzen transportieren die Allergene, allerdings sind diese aufgrund der nicht vorhandenen Haare dann eben direkt am Körper und verteilen sich maximal schlechter.

Die Katzenrasse hat daher keinen direkten Einfluss auf die Katzenallergie
und beeinflusst den Verlauf der Allergie weder positiv noch negativ.

Lesepause gefällig?

Dann haben wir kurz etwas für Eure Pinnwand … 

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Ja, wir sind auch auf Pinterest aktiv und vernetzen uns auch dort sehr gerne mit Euch!
Grundsätzlich können alle Bilder unseres Blogs sehr gerne gepinnt werden und wir würden uns freuen,
auf Euren digitalen Korkwänden schnurren zu dürfen. 

Darüber hinaus möchten wir Euch ab sofort zumindest testweise einzelne, speziell für Pinterest
optimierte Bilder (wie das obige) anbieten. 

Direktes Feedback dazu nehmen wir sehr gerne entgegen!
Gefällt Euch das oder findet Ihr es eher nervig?

Verteilung der Allergene

Ist man selbst vielleicht selbst gerade umgezogen, hat gar keine Katze
und verspürt plötzlich regelmäßig Symptome einer Katzenallergie?

Ja, das ist möglich!
Die auslösenden Allergene speziell einer Katzenallergie bleiben meist jahrelang im Haushalt,
wobei dies nicht mit einem unhygienischen Umfeld gleichzusetzen ist.
Selbst eine gründliche Reinigung kann die Allergene nicht vollständig aus dem eigenen Heim entfernen.
Selbstverständlich potenziert sich „der Effekt“ jeweils mit der Anzahl der gehaltenen Katzen.

Es kann also durchaus sein, dass man auch ohne eigene Katze
plötzlich mit einer Katzenallergie konfrontiert wird!
Generell werden die allergischen Stoffe, nicht zuletzt da diese eben an den Katzenhaaren haften,
sehr leicht und vor allem auch sehr weit verteilt. 
Es gibt praktisch keinen Ort, an dem keine Katzenallergene vorkommen.

Selbst in der Antarktis haben Forscher bereits derartige Allergene nachweisen können.
Wir sind uns nicht sicher, aber wir glauben jetzt einmal nicht, dass dort Katzen wirklich „regulär“ leben können. 
Eventuell gehen wir der Sache noch im Rahmen unserer Artikelreihe „Katzen rund um die Welt“ nach
und recherchieren das für Euch.

Jedenfalls werden die Allergene typischerweise von den Katzenbesitzern von der Kleidung weg im Bus,
im Büro, im Supermarkt verteilt und von dort aus wiederum von anderen Personen weiter transportiert.

Für einen Allergiker ist diese indirekte Belastung meist nicht gefährlich jedoch ärgerlich,
denn man kann sich dieser Belastung nicht wirklich bewusst entziehen.

Praxistipp für Katzenhalter

Da ich persönlich in einem relativ großen Unternehmen arbeite, bemühe ich mich zumindest immer
mit möglichst unbelasteter Kleidung im Büro zu erscheinen. 
Das heißt, ich ziehe mich beispielsweise erst nach dem Frühstück etc. an und verlasse dann
sofort die Wohnung, ohne nochmals mit den Katzen direkt in Kontakt zu kommen. 
Das vermeidet einerseits unschöne Katzenhaare auf der Kleidung (auch ohne Fusselrolle)
und mindert zumindest die Allergenbelastung, denn völlig rein ist ohnehin unmöglich.

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Die Schmutzwäsche ist (manchmal) okay, frische Kleidung jedoch völlig tabu!

Symptome einer Katzenallergie

Natürlich treten die Symptome der Katzenallergie meist in unmittelbarer Nähe von Katzen auf
bzw. auch in entsprechend belasteten Räumlichkeiten.

Es treten mitunter nicht alle Symptome bei jeder Person auf und selbstverständlich ist auch die Intensität
von Fall zu Fall unterschiedlich, aber im Allgemeinen sind folgende Beschwerden typisch …

Wenn man in Kontakt mit den Allgenen kommt, fühlt sich die Nase ganz plötzlich verstopft an
und/oder beginnt zu laufen, man muss mitunter spontan öfter niesen.
Die Augen röten sich, beginnen zu jucken und tränen teilweise.
Es fällt schwerer zu atmen (Pfeifgeräusche beim Atmen), es kommt in schweren Fällen
sogar zu akuter Atemnot!
Die Haut juckt an Stellen, an denen man mit den Allergenen in Kontakt gekommen ist
(zB durch Streicheln oder Ähnliches), möglich sind auch diverse Rötungen, Ausschläge bis hin zu Nesselfieber.

Um die Symptome der Katzenallergie evtl. schnell griffbereit zu haben, haben wir für Euch ein übersichtliches Merkblatt gestaltet. Selbiges kann natürlich gerne heruntergeladen, gepinnt und/oder natürlich auch gerne geteilt werden. 

Immerhin kann es schnell einmal vorkommen, dass bei Gästen plötzlich ähnliche Symptome auftreten.
Man muss ja selbst nicht einmal unbedingt wissen, dass man gegen Katzen
oder andere Tiere allergisch reagiert …

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Diagnose einer Katzenallergie 

Um Gewissheit zu haben und entsprechend reagieren zu können, muss eine Katzenallergie
natürlich erst einmal festgestellt werden. 
Hierzu wird der Arzt – ein Allergologe, Lungenfacharzt, Hautarzt oder auch beim ersten Verdacht der Hausarzt – gezielte Fragen zu den Beschwerden stellen.

– Wann treten sie auf? 
– Welche Reaktionen treten auf und wie schwer sind diese? 
– und so weiter …

Bei entsprechenden Anzeichen kann man den Verdacht mit Hilfe von Haut- oder Bluttests eingrenzen,
um eine Katzen- bzw. Tierallergie festzustellen.

Hauttests – gezielte Reizung der Hautoberfläche

Bei einem Hauttest, in der Regel ein sogenannter Prick-Test, werden standardisierte Allergene
unter die Haut eingeritzt (engl. to prick = Einstich).
Meist werden hierzu am Unterarm Testfelder markiert sowie zusätzlich Kontrollfelder
um die Korrektheit der Ergebnisse feststellen/prüfen zu können.
Nach etwa 20 Minuten können etwaige Reaktionen abgelesen und dokumentiert werden.

Bei einem konkreten Verdacht kann natürlich sofort näher auf die entsprechenden Allergene
einer Katzen- oder Tierallergie hin geprüft werden.

Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Unter Umständen kann es auch sinnvoll sein, sich auf die spezifischen Allergene
eines bestimmten Einzeltieres hin testen zu lassen. 
Etwa wenn man vermutet auf das eigene Tier allergisch zu reagieren,
denn man reagiert nie gleich stark auf jedes Tier, auch dies kann unterschiedlich sein.

Übrigens wird jede vernünftige Vermittlungsstelle und jeder gute Züchter auch gerne einzelne Haare
des potenziell neuen Haustiers für einen solchen Test zur Verfügung stellen!
Immerhin hat keiner etwas davon, wenn der neue Liebling aufgrund einer eventuellen Allergie
sofort wieder abgegeben/zurückgegeben werden muss.

Achtung:

Der Besuch in der Vermittlungsstelle oder beim Züchter sollte nicht absichtlich
als Prüfung einer eventuellen Allergie dienen. 
Dies ist erstens mitunter sehr gefährlich und zweitens nicht aussagekräftig. 
An solchen Orten ist die Allergenbelastung beispielsweise verschiedener Katzen natürlicherweise sehr hoch, wodurch man auch als Nichtallergiker unerwartet reagieren kann.
Man ist mit der Situation schlicht überfordert bzw. nicht an die Menge der Allergene gewohnt.

Allerdings kann der Besuch sehr wohl als „Warnhinweis“ dienen, wenn man dort unerwartet sehr heftig
(unter Umständen sogar mit Atemnot etc.) reagiert, sollte man wohl eher von der Anschaffung
eines entsprechenden Tieres absehen.

Bluttest: Die Suche nach Antikörpern 

Ein Bluttest ist sinnvoll, wenn die bisherigen Untersuchungen keine klare Diagnose ergeben
oder wenn beispielsweise kleine Kinder zu große Angst vor dem Prick-Test haben.
Im Labor wird das Blut auf Antikörper (Immunglobuline, IgE) untersucht, die auf ein überempfindliches Immunsystem gegen Allergene von Tieren hindeuten.

Sinnvoll ist hier auch die gezielte Untersuchung des Blutes auf spezielle Antikörper gegen Tierallergene (spezifisches IgE). Werden diese Antikörper gefunden, ist das ein wichtiger Hinweis auf die Allergie.

Provokationstest: Dem Verbrecher auf der Spur …

Mit einem Provokationstest wird überprüft, ob die beim Blut- oder Hauttest festgestellten Antikörper tatsächlich verantwortlich für die Beschwerden sind. Dazu bringt der Arzt die Nasenschleimhaut oder die Bindehaut des Auges mit dem verdächtigen Allergen in Kontakt.

Gerade wenn es darum geht, sich wegen der Allergie von Haustieren zu trennen, sollte genau geprüft werden, ob beispielsweise nur die Katze abgegeben werden muss oder auch der Hund, Hamster oder die Maus.

Behandlungsmöglichkeiten

Bleibt die Tierallergie unbehandelt, kann sie sich auf andere Allergene wie Blütenpollen oder Hausstaubmilben ausweiten, diesen Vorgang nennt man auch „Neusensibilisierung“.
Zusätzlich kann die Überempfindlichkeit von den oberen Atemwegen (Nase, Rachen)
in die unteren Atemwege (Bronchien) „wandern“.
Im schlimmsten Fall entsteht daraus Asthma.
Die richtige Behandlung verringert beide Risiken.

Hinweis:

Im Umkehrschluss können sich übrigens auch die Symptome einer Katzenallergie verstärken,
wenn man vermehrt gegen andere Stoffe allergisch reagiert und mit den entsprechenden Auslösern
regelmäßig in Kontakt kommt (zB bestimmte Polen, Gräser, Inhaltsstoffe von Putzmittel etc.).

Die wichtigste Säule der Therapie von Tierallergien wäre die sogenannte Allergenkarenz,
die strenge Meidung der Auslöser.
Auch wenn es bitter ist, sich von einem geliebten Haustier zu trennen,
die Allergiesymptome verschwinden danach oft vollständig.

Weil die Abgabe der Tiere für den Besitzer oft auch gar nicht infrage kommt und es angesichts der vielen Haustiere in unserer Umgebung kaum möglich ist, jeden Kontakt mit ihnen zu vermeiden, können Medikamente eine gewisse Abhilfe schaffen.

Meist kommen für diesen Zweck sogenannte Antihistaminika oder Asthmamedikamente infrage.
Welche Wirkstoffe in welcher Dosis und Kombination besonders gut helfen,
ist bei jedem Betroffenen unterschiedlich.
Es braucht deshalb oft Geduld und Vertrauen zum Arzt, bis die optimale Therapie gefunden ist.

Hypersensibilisierung: Eine Spritze für die Katz …

Die spezifische Immuntherapie ist die einzige Möglichkeit, nicht nur Symptome, sondern die Ursache der Immunreaktion selbst zu behandeln.
Ihre Wirksamkeit ist aber bei Tierallergien noch recht wenig erforscht.

Lediglich bei der Katzenallergie ist ihr Nutzen inzwischen sicher belegt!

Das Prinzip der Behandlung:
Sie soll dem Immunsystem die Abwehrreaktion wieder abgewöhnen.
Dazu werden den Betroffenen kleinste Mengen eines Allergenextraktes gespritzt, zunächst in wöchentlich steigender Dosis, bis die mögliche Höchstmenge erreicht ist, danach in der Regel alle vier bis acht Wochen.

Zu viel Text?

Ja wissen wir, es ist aber leider auch ein komplexes Thema, 
deswegen haben wir einen kleinen Schummelzettel für Euch erstellt … 

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Ist eine Katzenhaltung trotz Katzenallergie möglich?

Nun, wenn etwas möglich ist, muss es gleichzeitig noch nicht sinnvoll sein aber gerade bei diesem emotionalen Thema sollte man erstrangig auf die eigene Gesundheit achten
und dann die Situation individuell beurteilen.

Natürlich ist die Intensität der Katzenallergie ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung, 
ob eine Haltung prinzipiell möglich bzw. auch sinnvoll ist.
Wir haben trotzdem ein paar Praxistipps gesammelt, mit denen man die Symptome
zumindest reduzieren könnte …

— Wenn möglich, sollte ein Nicht-Allergiker die Katze möglichst regelmäßig (im Freien!) bürsten.
— Teppiche, Sofas, Sessel und ähnliche Gegenstände sollten täglich gründlich gereinigt werden.
— Kater sollten unbedingt kastriert werden, ansonsten werden etwa doppelt so viele Allergene produziert.
— Es sollte ein Staubsauger und am besten zusätzlich ein Staubsaugroboter mit Staubfilter verwendet werden.      Selbstverständlich gibt es spezielle Modelle für Allergiker. Unseren eigenen Staubsaugroboter haben wir
     übrigens hier vorgestellt. Natürlich sollte jedoch dann auch ein Nicht-Allergiker die entsprechenden
     Schmutzbehältnisse leeren. 
— Das Schlafzimmer sollte für die Samtpfote(n) nicht zugänglich sein. 
— eine Freigängerkatze könnte die Allergenbelastung ebenfalls reduzieren.
— ein hochwertiger Luftreiniger kann dabei helfen, die Allergene aus der Luft zu filtern.

Insgesamt gesehen sollte man sich jedoch auch fragen, ob die Situation für die Katze(n)
dann noch artgerecht ist. 
Immerhin müsste man die Stubentiger zu jedem Zeitpunkt möglichst meiden,
selbst wenn diese unbedingt Aufmerksamkeit fordern oder Ähnliches.  
Eventuell sollte man hier das Tier auch im Interesse des Tieres selbst abgeben,
so schwer dies auch immer fallen mag …

Mythen über die Katzenallergie

Hier möchten wir einige Punkte behandeln, welche immer wieder – speziell in den sozialen Medien – auftauchen und nur teilweise bis gar nicht der Wahrheit entsprechen. 
Allerdings werden potenzielle neue Katzen- und Tierhalter mit solchen Halbwahrheiten konfrontiert
und teilweise auch „infiziert“.
Der Irrtum oder die Unwahrheit dieser Aussagen wird dabei oft erst nach der Anschaffung
einer Katze oder eines Tieres erkannt und das möchten wir vermeiden.

Immerhin sind Katzen und andere Tiere allesamt fühlende Lebewesen,
welche nicht unter der Unwissenheit oder Gutgläubigkeit von uns Menschen leiden sollten. 
Schließlich bringt es nichts ein Tier trotz vermeintlicher Allergie quasi „testweise“
oder/und im Vertrauen auf Meinungen in irgendwelchen Kommentaren anzuschaffen,
um es dann doch wieder abgeben zu müssen.

Auch Katzen und andere Tiere haben Gefühle, fassen Vertrauen und gehen Bindungen ein
und verdienen es nicht als Testobjekte missbraucht zu werden …

Mythos 1: Bestimmte Katzenrassen können auch mit einer Katzenallergie gehalten werden!

Immer wieder hört man, dass Rasse „xy“ für Katzenallergiker gut geeignet wäre, weil mit dem Tier schlicht weniger oder sogar gar keine Symptome der Katzenallergie zu erwarten seien. 

Diese Aussage ist in dieser Form generell falsch. 

Es gibt einige Rassen – ohne Namen zu nennen – welche geeigneter sind, jedoch ist die Allergenproduktion genetisch bedingt und daher auch von Katze zu Katze unterschiedlich. 

Daher kann es auch sein, dass ein Allergiker bei Katze 1 gar nicht reagiert, weil eben weniger Allergene produziert werden und daher auch weniger in die Umwelt gelangen. 
Bei Katze 2 kann die Situation allerdings schon wieder ganz anders aussehen!

Erfahrungsbericht:

Mein Freund hat auch eine Katzen(haar)allergie, allerdings nicht gegen jede Katze – klar, wir haben ja 2.
Wir haben vor der 2. Katze verschiedene Züchter mit verschiedenen Rassen besucht.
Tatsächlich hat er auf ein Tier mehr und auf ein anderes Tier im selben Wurf gar nicht reagiert.
Wir durften zum Glück bei jedem Züchter von den Kitten ausgebürstetes Fell mitnehmen –
also pro Tier, ein Büschel Haare, steril verpackt und zu Hause die Reaktionen an verschiedenen Tagen getestet.
Der eine Britenwurf aus dem auch Kenai stammt, hatte 6 Kitten. Auf 4 hat er stark reagiert, auf 1 ganz leicht und auf Kenai gar nicht.

Loreen H. (übrigens Bloggerkollegin von Alltag auf 4 Pfoten

Auf dieses Glücksspiel würde ich mich als betroffene Personen nicht einlassen
aber wie man sieht gibt es auch die Möglichkeit auf ein „Happy End“.

Mythos 2: Es gibt eine allergiefreie Katzenrasse!

Ja und nein, diese Behauptung ist nicht ganz falsch.
Es gab tatsächlich eine Katzenart, welche allerdings keine anerkannte Rasse war
und als quasi allergiefrei angepriesen wurde.

Bei diesen Katzen wurden durch gezielte Züchtung oder auch Manipulation allergieauslösende Gene weggezüchtet, sodass durch die Tiere keine Katzenallergie beim Menschen mehr ausgelöst werden konnte.

Diese Tiere wurden von einem Unternehmen der Biotechnologiebranche quasi erschaffen
und als Allerca-Katzen bekannt. 
Allerdings waren diesbezüglich veränderte Tiere zum Glück wohl kein allzu lukratives Geschäft
und das Unternehmen wurde 2015 wieder geschlossen.
Die Webseite existiert allerdings noch, jedoch werden wir diese nicht verlinken.
Wir schätzen hier einfach keine künstlichen Katzen und auch der Ausdruck „Lifestyle Pets“,
mit welchem hier offensichtlich geworben wurde, liegt uns nicht so …

Wir finden es irgendwie unheimlich, dass der Bauplan einer Katze
wahrscheinlich irgendwo in einer Schublade liegt
und können uns damit überhaupt nicht identifizieren …

Katzenallergie-Egyptian Mau-Katzenblog
100% Echtkatze – garantiert!

Mythos 3: Die Katzenallergie wird schon weggehen!

Auch diese Aussage liest man nicht selten, wenn es um eine mögliche Anschaffung geht.
Das ist natürlich unmoralisch gegenüber dem Tier und daher eigentlich keinen Kommentar wert.

In der Regel geht eine Katzenallergie nicht durch die Anschaffung einer Katze weg,
genauso wenig wie eine Erkältung mit Kälte kuriert wird. 
Allerdings kann es sein, dass man sich durch den intensiven Kontakt irgendwann an das Tier gewöhnt
und sich die Symptome mildern oder gar ganz weggehen.

Trotzdem würde man sich ständig gesundheitlichen Einschränkungen aussetzen, 
und wenn es nun gar nicht klappt, verliert automatisch das Tier. 
Selbstverständlich ist solch ein „Selbstversuch“ daher kategorisch abzulehnen. 

Kann man eine Katzenallergie „nachträglich“ bekommen?

Ja, wie jede Allergie kann sich auch die Katzenallergie selbst als aktiver Katzenhalter
quasi nachträglich entwickeln.
Auch Kinder können die Veranlagung für eine Katzen- oder Tierhaarallergie erben,
ohne das die Eltern selbst bekannte Allergiker sind.

Faire Vermittlung des Tieres ermöglichen

Unter anderem aus diesen Gründen sollte man jedem Allergiker eine faire Vermittlung der Katze(n)
oder anderer Tiere ermöglichen, denn schließlich kann die Situation jeden unerwartet treffen.

Was soll man auch machen, wenn die eigene Allergie oder gar die des eigenen Kindes einfach zu stark ausgeprägt ist?

Es ist ganz sicher keine einfache Entscheidung und kein einfacher Schritt das geliebte Tier
weggeben zu müssen, aber wenn dann sollte dies doch wenigstens fair möglich sein.

Schließlich ist es teilweise leider erschreckend, welche Postings und Beschuldigungen
unter solchen Vermittlungsgesuchen teilweise auftauchen. 
In manchen Fällen bricht ein wahrer Shitstorm über die Betroffenen herein,
welche meist nur versuchen einen tollen „Ersatzplatz“ für Ihre Lieblinge zu finden!

Es ist wohl korrekt freundlich nachzufragen und auf eventuelle Behandlungsmöglichkeiten hinzuweisen,
doch wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, sollte man es den Allergikern natürlich ermöglichen,
die Tiere zumindest selbst gut zu vermitteln.

Immerhin muss die Situation als Ganzes selbst schon schlimm genug sein!

Welche Tiere kann man halten?

Zum Abschluss dieses Artikels möchten wir noch kurz auf mögliche „Alternativen“ eingehen,
denn nur weil man eine Katzenallergie hat, muss man noch lange nicht gänzlich auf Haustiere verzichten. 

Denn: Alle Tiere, die kein Fell haben, sind in der Regel unproblematisch!
Dazu zählen etwa Fische, Schildkröten oder Schlangen.
Leider sind diese tierischen Freunde nicht so kuschelig wie beispielsweise eine Katze,
ein Hamster oder ein Meerschweinchen, lösen dafür aber keine Allergien aus.


Wir hoffen, wir konnten dieses schwierige Thema für Euch informativ und halbwegs sachlich aufbereiten.

Uns ist bewusst, dass dieses Thema fast immer zu Kontroversen führt,
aber anstatt unsachlich zu kommentieren würden wir uns über gute Ergänzungen sehr freuen
und wenn nötig den Artikel natürlich auch dementsprechend aktualisieren/überarbeiten. 

Natürlich freuen wir uns auch, wenn Ihr uns auf unseren sozialen Schnurrkanälen 
(wie Facebook, Instagram oder Twitter) Eure Meinungen und Erfahrungen mit uns teilt!

Ebenfalls schnurren wir auch vor Freude, wenn Ihr uns nette Kommentare
und/oder Maunzfeedback jeglicher Art (unter diesem Beitrag) hinterlasst!

Grüße, 
Herrchen Felix mit den Fellnasen Cleopatra, Manet, Matt

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2 Kommentare

  1. okay, echt gut geschrieben – Punkte die evtl (nach recherche) verbesserungswuerdig oder aufnahmefaehig sind, waeren in meinen AUgen die folgenden 2 –
    zum einen gibt es tataechlich unterschiedliche reaktionen auf verschiedene Rassenoder gar Fellfarben, die sich aber nicht pauschalisieren lassen sondern tatsaechlich individuell sind – sprich, man kann als Katzenallergiker durchaus den versuch wagen, danach zu schauen, ob es bestimmte Katzen gibt, auf die man wenig bis gar nicht reagiert
    und dann der 2. Pukt, der auch mich betrifft – wenn man auf andere Dinge allergisch reagiert und nur abgeschwaecht auf Katzen, dann koennen sich die Symptome der Katzenallergie verstaerken wenn eben die anderen Ausloeser verstaerkt auftreten – seien es bspw bestimmte Pollen oder auch Loesungsmittel oder was auch immer…

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