Ihr erwartet jetzt wahrscheinlich einen Text, der in etwa so aussieht:
Meine Augenfarbe muss so sein …
Mein Kopf, mein Körper, mein Fell sollte so aussehen …
Nein, dass ist mir zu langweilig!
Wenn Ihr das wissen wollt, dann könnt Ihr Euch,
die festgelegten Rassestandards und -beschreibungen für uns Egyptian Mau’s
durchlesen.
Ich kann Euch aber schon vorab verraten, wir sind in Wirklichkeit ganz anders …
Was soll ich auch mit Euren Punkten, die Ihr mir vielleicht für meinen Luxuskörper gebt?
Ich will lieber offene Dosen oder auch gute Massageeinheiten haben …
Außerdem seid ja nicht mal Ihr Euch einig, wie wir Egyptian Mau’s
eigentlich aussehen „müssen“ oder wieso schreibt Ihr sonst so viele Regelwerke
für unseren hübschen Body?
Aber unser Body ist doch noch lange nicht alles, was wir zu bieten haben!
Deshalb werde ich Euch hier näherbringen, wie unser „Innenleben“ so aussieht.
Denn das, wissen wirklich nur wir selbst! 
Was für Eigenarten wir haben und was wir sonst noch so drauf haben.
schon gar nicht von Euch meterhohen Säulen ohne Fell!
Da ich allerdings noch so jung bin,
Allerdings muss ich noch viele Sachen erst selbst herausfinden.
Aber mich selbst beschreiben … uff … naja ich versuch’s mal:
Nun ich würde mal sagen, ich bin total verspielt, an alles und allem sehr interessiert
und möchte am liebsten immer im Mittelpunkt stehen.
Ich hasse es alleine gelassen zu werden und wenn mein Mitbewohner in die Arbeit geht,
bin ich immer total traurig.
Da ich aber immer das beste Futter und die schönsten Spielsachen von ihm bekomme,
muss ich ihn gehen lassen, denn irgendwo muss ja all das ganze Kleingeld
für diese hübschen Dinge verdient werden.

Wenn er aber dann auch noch, teilweise spätabends,
schlecht gelaunt nach Hause kommt und keine Lust mehr hat mit mir zu spielen,
kann er schonmal mit meinen Küchenmessern rechnen – denn so geht’s ja wirklich nicht.
Aber keine Angst, ich bin nicht aggressiv oder dergleichen,
außer es muss unbedingt sein.
Viel lieber lass‘ ich mir meine zarten Pfötchen gemütlich massieren
und lass‘ es mir so richtig gut gehen.
Ich bin sehr sehr anhänglich und lasse meinen Mitbewohner
keine Sekunde aus den Augen, sonst könnte er ja noch abhauen …
Meistens schafft er’s allerdings sowieso nicht, mich zu überlisten,
nicht umsonst werde ich eine der schnellsten Hauskatzen genannt.
Was du willst dich gemütlich in’s Bett legen? Nix da, das gehört schon mir …!
Allerdings hab ich mit meinem Freund „Manet“ schon starke Konkurrenz bekommen …
Also unterm Strich schläft unser Mitbewohner schon fast auf dem Boden. 
Besuchern gegenüber bin ich erstmal sehr skeptisch,
überhaupt wenn Sie mir an’s Fell wollen.
Da nützen auch keine Bestechungsversuche ala‘
„Ich hab‘ dir was mitgebracht …“.
Überhaupt mag ich es nicht zu meinem „Glück“ gezwungen zu werden,
ich hasse es hochgehoben zu werden – nur mein Mitbewohner darf das –
aber auch nur ganz kurz.
Eine echte Mau hat immer festen Boden unter den Pfoten,
merkt Euch das mal.
Ansonsten lass‘ ich mich aber sehr gern stundenlang massieren und so richtig verwöhnen,
das tut richtig gut und im Winter wird’s da noch dazu so richtig kuschelig.
Überhaupt gibt’s eigentlich nur eines was außer den täglichen Spielstunden
(die ich auch brauche und mit allen Mitteln einfordere)
und den ganzen Massagestunden noch besser ist:
Essen!
Ich liebe es zu Essen, einfach toll die ganzen Köstlichkeiten
alle auszuprobieren und zu kosten.
Da kann man einfach nichts stehen lassen, dass ist viel zu Schade – mjam.
Wenn mein Mitbewohner da mal‘ zu langsam ist, mit dem „Dosen“ aufmachen,
kann’s schon passieren, dass ich so richtig laut werde.
Immerhin geht’s doch da auch um Leben und Tod,
da kann man doch keine Sekunde länger warten als nötig!
So, mehr Insiderwissen aus meinem Kopf, gibt’s aber jetzt nichts mehr –
immerhin ist das mein eigener und was da drin‘ so vor sich geht,
geht nur mich was an.
Immerhin stecken da auch die ganzen Pläne drin‘,
wie ich meinen Mitbewohner am Effektivsten nerven kann …. aber pssst!
Schnurrende Grüße
