Tierblogger-Adventkalender: Türchen Nr. 21

21. Dezember 2016

Tierblogger sind sehr soziale und gemeinschaftliche Exemplare Ihrer Art,
daher haben wir schon länger eine gewisse Weihnachtsstimmung ausgerufen!

Der Tierblogger-Adventkalender

Wir haben uns zusammengeschlossen um Euch – jeden Tag in einem anderen Blog –
ein schönes Kalendertürchen präsentieren zu können.

Es gibt sicher so viele Tierblogger, wie Katzen Haare haben, manche kennt man gut
andere wiederum (noch) gar nicht …
Daher finden wir diese Kalenderaktion wahnsinnig toll,
um Euch auch andere tolle Blogseiten näher bringen zu können.
Alle Tierblogger-KollegInnen sind wirklich nett und deren Seiten immer einen Klick wert!

Selbstverständlich haben wir auch einen richtigen Adventkalender für Euch gebastelt,
um Euch die Übersicht über all die tollen Blogs und deren Artikel zu erleichtern.
Aber Vorsicht: Schummeln gilt nicht … :-)

Unser Tierblogger-Türchen Nr. 21

Nun aber genug der Vorstellung, denn heute ist unser Türchen an der Reihe …

Was sich wohl dahinter verbirgt?

Wir präsentieren Euch heute tierischen Kaffee (ja richtig, Kaffee)
und ein kleines Gewinnspiel für Mensch & Tier!

Tierischer Kaffee?

Ja, Ihr habt richtig gehört.
So etwas gibt es wirklich und es ist nicht irgendein Kaffee aus dem Supermarkt.
Herrchen hätte versehentlich schon fast alles auf unserer Facebookseite verraten,
als er die Packung endlich in den Fingern hatte.

Es ist nämlich relativ schwierig „echten“ tierischen Kaffee zu bekommen,
da jährlich nur eine sehr geringe Menge produziert werden kann und es leider
viele schwarze Schafe in diesem Bereich gibt.

Aber um welchen Kaffee handelt es sich denn nun?

Es geht um Katzenkaffee – einem der teuersten & (besten?) Kaffees der Welt

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Von Praveenp – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7975435

Der Katzenkaffee (kopi luwak) wird von diesem niedlichen Tierchen
aus einer regionalen Kaffeesorte „produziert“.
Die Hauptanbaugebiete befinden sich ausschließlich in Indonesien (Inseln Sumatra, Java und Sulawesi),
welche sich aufgrund der klimatischen Verhältnisse perfekt dafür eignen.

Bei diesem Tierchen handelt es sich um einen Fleckenmusang (luwak),
welcher bei uns umgangssprachlich eher als Schleichkatze bekannt ist.

Der Fleckenmusang ist wie die meisten Schleichkatzen ausschließlich nachts aktiv.
Er lebt einzelgängerisch und ist auch aufgrund seiner Kletterfähigkeiten hauptsächlich
in den Bäumen beheimatet.

Ernährung

Dieser nachtaktive Geselle ernährt sich überwiegend von Früchten (wie zB Mangos),
Insekten, Würmern und wenn möglich auch von Kaffeekirschen.

Der Fleckenmusang und die Kaffeekirschen

Wann auch immer die Möglichkeit besteht „klaut“ der Fleckenmusang in den hiesigen
Kaffeeplantagen nur die reifsten und besten Kaffeekirschen.

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CC0-Lizenz / Pixabay / Abruf: 12.12.2016

Katzenkaffee – Erzeugung, Ernte, Verarbeitung & Vermarktung

Die Kirschen werden gefressen, verdaut und wieder natürlich ausgeschieden,
leider gibt es keine romantischere Bezeichnung.^^

Dies brachte den Musangs sehr lange einen schlechten Ruf ein,
da ja der Ertrag des Kaffeebauern quasi weggefressen wird.
Grundsätzlich wurde das Tier folglich eher als lästiger Plagegeist betrachtet.

Gleichzeitig galt der „Katzenkaffee“ auf diese Weise aber auch lange als Kaffee der Ernteangestellten
sowie der ärmeren Bevölkerungsschicht.

Bitte fragt uns nicht, wer als Erstes auf solch eine Idee gekommen ist …

Durch den Verdauungsprozess verändert sich durch Enzyme im Magen der Tiere auch der Geschmack
der Bohnen, sprich des Kaffees an sich.

Diese Geschmacksveränderung erkannten auch die Kaffeebauern und seitdem wird der Katzenkaffee
als eines wenn nicht das exklusivste Kaffeeprodukt der Welt vermarktet.
Der Kilopreis erreicht hierbei locker die 300 Euro – Marke.

Fakt ist, die Kirschen werden verdaut und nur der Kirschkern (die Bohne) wieder freigegeben.
Dies erleichtert übrigens auch das Ernten der begehrten Bohnen,
da diese „nur noch“ gesammelt werden müssen.

Die „Reste“ werden getrocknet und mehrmals gereinigt, bevor sie anschließend den normalen
Verarbeitungsprozess beschreiten (Rösten etc.).

Katzenkaffee – die Schattenseite

Die oben beschriebene Erntemethode geht mit den natürlichen Gewohnheiten des Fleckenmusangs
einher und schadet Selbigem natürlich nicht.
Aber es ist eine sehr schlechte menschliche Eigenschaft, dass wo und wie auch immer Geld
zu machen ist, irgendwelche skrupellosen Geschäftemacher nicht weit entfernt sind.

Aufgrund der sehr limitierten Produktionsmöglichkeiten durch die natürlichen Abläufe
von etwa 300-400 kg Katzenkaffee pro Jahr ist es natürlich schwer möglich,
ein Stück vom „Geldkuchen“ abzubekommen.

Daher haben sich leider viele einheimische Kaffeebauern entschlossen, den Musang zu fangen,
zu vermehren und in Käfigen mit den Kaffeekirschen zu „mästen“.

Das ist natürlich nicht nur Tierquälerei, sondern führte auch dazu, dass der Fleckenmusang
mittlerweile auf der Roten Liste gefährdeter Arten steht.

Da sich die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung nicht einseitig ernähren, führen solche Haltungsbedienungen nämlich zu Mangelerscheinungen und zum Tod vieler Tiere.

Als Tierblogger darüber berichten & das Produkt testen?

Da es bis dato leider keine Zertifizierung für den „echten“ Katzenkaffee gibt,
haben wir uns diese Frage lange gestellt und wir haben es uns nicht leicht gemacht …

Wenn niemand darüber berichtet, wird das Schicksal der Tiere gar nicht bekannt
und es kann sich auch nichts verbessern.

Wenn man allerdings darüber berichtet, muss man es testen und unterstützt im Zweifel
auch noch diese Geschäftemacherei mit den Tieren.
Das wollten wir natürlich auf keinen Fall und haben uns wirklich ausführlich informiert.
Wir haben viele Mails geschrieben und auch viele Telefonate geführt, um auch wirklich
den natürlich erzeugten Katzenkaffee erwerben zu können.

Wir hatten schließlich sehr intensiven Kontakt mit einem deutschen Importeur,
welcher uns hier sehr stark unterstützte.

Kauftipps

Grundsätzlich sollte man vom (ganzjährigen) Kauf über Amazon oder sonstige Quellen absehen,
da sich die Erntesaison für den Kaffee sich nur von Juni – September erstreckt.
Idealer und einziger Zeitpunkt für den Kauf des natürlichen Produkts
ist daher für den europäischen Raum der Oktober sowie der November.

Zusätzlich ist auf jeder einzelnen Packung ein Haltbarkeitsdatum
von exakt zwei Jahren ab dem Erntezeitpunkt aufgedruckt.
Wenn dieses Datum also nicht zwischen Juni – September liegt, dann stimmt irgendetwas gar nicht.

Unser Entschluss

Wir haben uns mithilfe des Importeurs und diverser Nachweise seiner Haltung zum Naturschutz
dann doch entschlossen, nicht nur über den Katzenkaffee zu berichten sondern auch
das Produkt selbst zu testen.

Produkttest: Katzenkaffee (Kopi Luwak)

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Wir erhalten die Packung mit den teuren Bohnen etwa Anfang Dezember und waren natürlich
sehr neugierig, wie er denn schmecken würde …

Übrigens ist der Name des Kaffees selbst ein Wortspiel aus den indonesischen Begriffen:
Kopi (Kaffee) & Luwak (Fleckenmusang)

Aussehen

Entgegen allen (nicht so ganz ernst gemeinten) Erwartungen von uns
und unseren Freunden & Bekannten sieht der Katzenkaffee eigentlich ganz normal aus.

Tierblogger-Egyptian-Mau-Katzenblog-f5Wenn man die Geschichte und den „Produktionsprozess“ kennt,
könnte man ja auf so manchen kreativen Gedanken kommen … :-)
Aber nein, der Katzenkaffee unterscheidet sich optisch überhaupt nicht von anderen Kaffeesorten.

Die Zubereitung

Zugegeben, bei diesem Preis haben wir im Vorfeld schon etwas recherchiert,
wie man diese Luxusbohnen am Besten zubereitet.

Die ideale Zubereitungsmethode wäre natürlich die Bohnen zu mahlen
und mit heißem Wasser (bei etwa 90 Grad) aufzubrühen.
Pro 100 ml Wasser sollten hierbei etwa 8 Gramm des Kaffeepulvers verwendet werden.

Da uns das aber etwas zu kompliziert war, geben wir zu, wir haben die Bohnen
in unseren hochwertigen Kaffeeautomaten zubereitet.

Das Ergebnis jedenfalls war optisch ansprechend und roch vor allem toll …

Tierblogger-Egyptian-Mau-Katzenblog-f6Der Geschmack

Wie der Katzenkaffee nun schmeckt, wird Euch wohl nun am meisten interessieren …
Nun der Antwort darauf ist schwierig, Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Wir würden den Geschmack des Kaffees als sehr intensiv, holzig und eher schwer beschreiben.
Zudem ist der Kaffee relativ kräftig (oder auch stark) und der Geschmack verbleibt relativ
lange erhalten.

Es ist sicher kein Kaffee für jeden Tag oder für zwischendurch aber es ist ein Erlebnis
und für jemanden der Kaffee mag, sicherlich eine Erfahrung wert.

Tipps

Der Kaffee sollte generell schwarz getrunken werden, alles andere wäre eine Sünde.
Die hohe Qualität würde durch Milch bzw. Zucker verfälscht werden und der einzigartige Geschmack würde ebenfalls „verschwinden“.

Man sollte nicht gleich die ganze Packung in den Bohnenbehälter der Maschine geben.
Es ist definitiv kein Kaffee für jede Situation, sondern eher für besondere Anlässe!

Fazit

Wir würden den Katzenkaffee selbst nicht mehr kaufen,
da uns das Risiko an die falschen Bezugsquellen zu geraten einfach zu hoch ist/wäre.
Zudem finde ich – abgesehen vom enormen Preis – persönlich den etwas pelzigen Geschmack
nicht sehr angenehm.

Ich trinke eher viel Kaffee, beispielsweise werden während der Erstellung
eines Blogartikels gut und gerne einmal 3-4 Tassen getrunken, ohne näher darauf zu achten.
Das hat mit Genuss selbstverständlich nichts zu tun und es wäre auch schade um das Produkt.

Mein/Unser persönliches Fazit lautet also:
„Es ist ein besonderes Geschmackserlebnis, aber wir würden den Katzenkaffee – auch unter Berücksichtigung der Herstellung – nicht in den Himmel heben.“

Ein kleines Gewinnspiel für Mensch & Tier

Nun haben wir Euch einige interessante Informationen vermittelt,
aber natürlich ist uns auch bewusst, dass man davon nicht abbeißen kann.
Gerade so kurz vor Weihnachten könnten wir das nicht vertreten und
daher haben wir ein kleines Weihnachtspaket für Euch geschnürt …

Normalerweise wird ja nicht verraten, was man schenkt,
in diesem Fall jedoch machen eine Ausnahme … ;-)

Wir haben für Euch eine 75 Gramm Packung Katzenkaffee (Bohnen),
damit Ihr Euch selbst vom Geschmack überzeugen und unser Erlebnis teilen könnt.

Zusätzlich gibt es eine tierische Aufmerksamkeit, welche wir nicht verraten können.
Immerhin haben wir ein Tierblogger-Adventkalendertürchen geöffnet und wir wissen
nun nicht, welche Tierchen der/die GewinnerIn halten wird (Krokodile, Haie, etc.? *grübbel*).
Wir werden uns jedenfalls etwas Tolles einfallen lassen … :-)

Teilnahmebedingungen

Erzählt uns was genau Ihr Euren tierischen Gefährten zu Weihnachten schenkt!

Nutzt hierfür das Kommentarfeld unten, unser Kontaktformular, unsere Facebookseite
oder erzählt uns Eure Geschichte per Mail.

Wir werden das originellste Geschenk oder die originellste Geschichte dahinter auswählen.

Der oder die GewinnerIn wird am 24.12.2016 (12:00 Uhr)
auf unserer Facebookseite bekannt gegeben.

Wir freuen uns auf eine zahlreiche Teilnahme!

Das nächste Türchen im Tierblogger-Adventkalender

Morgen erwartet Euch bei Andrea und den Persern vom Taubertal ein kuscheliges DIY.
Schaut unbedingt bei Ihr vorbei!

Ganz liebe vorweihnachtliche Grüße & Schnurrer

Felix, Cleopatra, Manet & Matt

Persönliche Anmerkung:
Wir möchten uns hier kurz für die Teilnahme sowie die tolle Organisation dieses Kalenderprojektes
bei den betreffenden KollegInnen bedanken!

Bildquellen
Beitragsbild: CC0-Lizenz / Pixabay / Abruf vom 12.12.16 (eigene Bearbeitung)
restliche Bilder siehe Bildunterschrift (bei eigenen Werken nicht vorhanden)

5 Kommentare

  1. Hallo Felix,

    ich trinke selber nur selten Kaffee, aber so etwas Exotisches würde ich dennoch gern mal probieren, um mitreden zu können. :-D

    Das Weihnachtsgeschenk für Lotti und Moritz, meine beiden Katzen, wird ein neuer Kratzbaum sein, den NP. Der Karton steht hier schon ein paar Tage, es wird aber erst Heiligabend aufgebaut.

    Liebe Grüße
    Manuela

  2. Mein Hund bekommt ein selbstgekochtes Menü und Plätzchen als Nachtisch. Ansonsten noch ein neues Körbchen und noch ein paar Andere Kleinigkeiten☺

Schnurr uns was ....