Spielplatz für Katzen – eine Kletterwand

11. Juni 2017

Es ist wohl etwas, was nur Katzenmenschen verstehen werden, aber wir hatten seit längerer
Zeit etwas ungewöhnliche Pläne.
Ein wahrer Spielplatz für Katzen, eine eigene Kletterwand
für die aktive Salonlöwen sollte es sein …

Der Kratzbaum – eine Hassliebe

Jeder Katzenbesitzer kennt das grundsätzliche Problem dahinter, den Kratzbaum.
Der Kratzbaum ist als Katzenhalter ein absolut unverzichtbares aber auch üblicherweise
ein eher großes, sperriges Exemplar seiner Art.

Die billigen Vertreter dieser Spezies haben meist eine sehr kurze Lebensdauer
und sind auch nicht sehr hübsch anzusehen.
Meist verändern selbige ihr Aussehen spätestens in der Pubertät in äußerst hässliche Konstrukte
und müssen dann auch irgendwann zwangsläufig ersetzt werden.

Die hochwertigen Vertreter sind hier schon besser und auf ihren guten Ruf bedacht,
reißen allerdings ein nicht unwesentlich tiefes Loch in den Geldbeutel
eines durchschnittlichen Dosenöffners.
Zusätzlich hat diese Gattung einen hohen Anspruch an ihren künftigen Aufstellort …
Viel Platz soll es sein, möglichst frei zugänglich in zentraler Lage des Wohnraumes.

Zudem möchte man ja seine Katzen auch sehen und selbigen mitunter auch einen schönen
Ausblick ins Grüne bieten, folglich muss Mensch schon einmal unter Garantie auf ein Fenster
seiner Behausung verzichten.

Unsere bisherige Lösung

Ist wohl eine zweckdienliche Mischung zwischen beiden oben beschriebenen Modellen.

Es ist einfach so, dass Mensch leidend unter einer chronischen, heimtückischen und
vermutlich irgendwie unheilbaren Erkrankung namens „Katzenvirus“ irgendwann
keine wirkliche Wahl mehr hat.

Durch die langsam – fast schon unauffällig – aber dennoch stetig steigende Anzahl von
schnurrenden Mitbewohnern wird man langsam aber sicher zum Kauf
eines eher hochwertigen aber auch monströsen Modells eines Kratzbaumes bewegt.
Zu diesem Zeitpunkt hat man das eigene Fenster übrigens meist schon abgeschrieben.

Daher bestand unsere bisherige Lösung aus einem Kletterbaum für Miezen aus der Reihe
Natural Paradise von Zooplus.
Die Reihe stellt eine Eigenmarke des Großhändlers dar, ist im Vergleich zu den Luxusmarken
dieser Kategorie noch relativ preiswert, allerdings durchaus hochwertig und auch langlebig.

Selbstredend musste es damals unter Berücksichtigung von drei aktiven Schnurrtigern,
jenes Exemplar mit dem Zusatz „XXL“ sein, immerhin möchte man doch eine
tolle Kratzlandschaft bieten. :-)

Anmerkung:
Es soll und ist auch keine Werbung für diese Marke bzw. diese Reihe, allerdings ist unser Kratzbaum
sowie auch andere Modelle dieser Reihe wirklich sehr hochwertig und die Modelle sehen selbst nach Jahren noch gut aus.

Allerdings ist auch klar, dass solch ein Kratzbaum nicht nur viel Platz einnimmt,
sondern auch sehr klobig & mächtig aussieht und seien wir uns ehrlich, hübsch ist anders.

Immerhin steht dieses Konstrukt mitten im Wohnzimmer, von einer „gewissen Leichtigkeit“
brauchen wir hier nicht zu sprechen.
Mal ganz abgesehen davon, dass sich dieses gute Stück eventuell sogar in den menschlichen Einrichtungsstil einfügen würde …

Lange Rede, kurzer Sinn:
Wir waren nicht mehr so ganz zufrieden mit der Situation und suchten nach Alternativen.

Alternativen zum Kratzbaum für Mensch und auch für die Katz?

Ja, die gibt es natürlich.

Umsetzung nach eigenem Geschmack (DIY)

Wenn man das Internet durchforstet, gibt es fantastische DIY-Projekte oder auch
sogenannte „Hacks“ (meist unter Verwendung von Produkten eines schwedischen Konzerns),
welche einen teilweise wirklich vor Neid erblassen lassen.
Diese Lösungen sind in meisten Fällen auch wirklich katzengerecht.
Über die Optik oder auch den Geschmack lässt sich natürlich streiten.

Allerdings wirken selbst diese Projekte in vielen Fällen ebenfalls sehr monströs
und fügen sich bei näherer Betrachtung auch nur bedingt in den Einrichtungsstil ein.
Zudem ist die Qualität und Langlebigkeit so mancher Konstruktionen wirklich fraglich,
aber vor allem ergibt sich – für uns – es ein ganz wesentliches Problem:

Jener Mensch, welcher hier die Dosen öffnet, ist weder handwerklich begabt
noch ausreichend kreativ für solch eine Option.
Solche Do-it-yourself Geschichten beeindrucken ihn zwar, jedoch würde eine eigene Umsetzung
ganz sicher im absoluten Chaos enden.

Kommerzielle Anbieter

Natürlich haben auch einige Unternehmen diesen Markt erkannt und bieten
verschiedenste Lösungen an.

Allerdings müssten wir großteils feststellen, dass hier der Fokus offensichtlich eher
im menschlichen Verlangen nach Perfektion und grandiosem Design liegt.

Teilweise fragten wir uns wirklich, wie die Katze von Welt diese Möbelstücke überhaupt
benutzen soll bzw. wie ebensolche nach regelmäßiger Verwendung wohl aussehen.
Es mag Ausnahmen geben und vielleicht auch ein subjektiver Eindruck sein, aber die Mehrzahl
dieser Angebote fokussieren sich eher auf das menschliche Auge als auf die Bedürfnisse der Katzen.

Zudem sich diese Produkte meist auch noch wirklich verflucht teuer, sodass wir uns dem Eindruck
nicht erwehren konnten, es seien Menschenprodukte mit der Option für Katzen.
Wenn ich ein Produkt in einer gewissen Preisebene kaufe, will ich selbst als Katzenbesitzer
dann eben gerade nicht, das sich die Katzen daran zu schaffen machen.

Da sich in den meisten Fällen eben diese Kluft öffnete und zudem die Katzen wenig Spaß
an den Produkten gehabt hätten, war auch dies keine wirkliche Option.

Doch es gibt auch Ausnahmen und so stießen wir auf ganz speziell eine Gestaltungsvariante,
welche uns besonders zusagte:
eine individuelle Kletterwand für Katzen, großteils hergestellt vom Schreiner/Tischler selbst.

Überraschenderweise reduzierten sich hier sowohl die Preise als auch die Auswahl
an spezialisierten Unternehmen sehr rasch, sodass schließlich nur nur ein Anbieter übrig blieb,
aber dazu später mehr …

Unsere Gründe für eine Katzenwand / Kletterwand

Um jetzt nicht in den Romanmodus zu verfallen, gewähren wir Euch an dieser Stelle
einen ersten Blick auf das Ergebnis, welches vielleicht ja auch schon für sich selbst spricht …

Kletterwand

Wir wollten eine katzengerechte Lösung, welche die Fähigkeiten der Katzen
(siehe unter anderem hier) fordern sollte, sich zugleich jedoch möglichst unauffällig in den Raum
einfügt, ohne zu viel Platz in Anspruch zu nehmen.

Es sollten keine alternativen Fakten sein, sondern eher alternative Möglichkeiten entstehen,
ein individueller Spielplatz in allen Dimensionen für die Fellnasen & Salonlöwen.

All diese Bedürfnisse deckte eine Kletterwand für Katzen, welche je nach Gusto und Beschaffenheit
der Räumlichkeiten individuell geplant und auch angeordnet werden kann, natürlich perfekt ab.

Unsere Motivation hinter einer Kletterwand für die Samtpfoten

Wie in wahrscheinlich den meisten Katzenhaushalten ist es bei uns einfach so, dass unsere räumlichen
Möglichkeiten aus menschlicher Sicht einfach limitiert sind.
Wir wohnen in keinem Palast aber es ist hübsch und wir haben es uns gemütlich gemacht.

Gleichzeitig jedoch verbringen wir Menschen in der Regel gar nicht so viel Zeit im eigenen Heim,
während die Katzen einfach nur selbiges zur Verfügung haben – 24 Stunden am Tag.

Unter Berücksichtigung dieses Punktes ist ein großer Kratz- und Spielmittelpunkt für drei Katzen
eigentlich schon ziemlich gierig, oder?

Natürlich bietet man auch alternative Liegeflächen etc. an, doch im Wesentlichen gibt es
in der ganzen Wohnung nur einen wirklich sicheren Platz für die Katzen
und das ist eben der Kratzbaum.

Nicht nur das, denn die Katzen mögen sich dort doch bitte schön auch noch elegant stapeln,
um auf diese Weise drei der sieben Liegeplätze gut auszulasten und gleichzeitig die menschliche
Einrichtung noch möglichst schonen …

Über ein Katzenleben gesehen muss das ziemlich langweilig sein, denn seien wir uns ehrlich,
auch keiner von uns Menschen hat eine „Katzenspielstunde“ wirklich fix im Kalender stehen.
Man hat gearbeitet, ist vielleicht erschöpft und/oder hat auch noch andere Verpflichtungen.

So kommt es, dass Herr oder Frau Katz einen Großteil der Zeit auf dem Kratzbaum verbringt,
welcher nur bedingt Möglichkeiten zur artgerechten und vor allem selbstbestimmten Beschäftigung
bietet bzw. sind eben diese Möglichkeiten alle schon bekannt und damit langweilig.

Das wollten wir mit einer Kletterwand ändern!

Ein zusätzliches „Problem“

Cleopatra und Matt schenken sich in puncto Aktivität wirklich gar nichts!
Jedoch hat Cleopatra auch irgendwann die Stupsnase voll, während Matt ständig Action braucht.
Da sich keiner von beiden wirklich vor dem anderen verstecken kann, artet diese Eigenschaft
schon regelmäßig in einer Art Belästigung aus.

Kletterwand

Wirbelwind Matt – weder Katz noch Maus ist sicher!

Kaum will der/die eine seine Ruhe, kommt der/die andere und will die totale Action – sofort!
Zusätzlich kommt dann noch der Dosenöffner oder gar ein Gast, welche dann auch noch nach
Interaktion verlangen.
Wirkliche Rückzugsmöglichkeiten sind quasi nicht vorhanden …

Auch das wollten wir bei der Kletterwand berücksichtigen und damit ändern!

Lieferantenauswahl & Planung

Wie bereits weiter oben erwähnt, gibt es mehrere Unternehmen, welche sich auf diese Art
von individuellen Konstruktionen rund um die Katze spezialisiert haben.

Auswahl des Lieferanten

Bei näherer Recherche allerdings wurde immer öfter ein Name bzw. eine Webseite genannt,
welche bei Betrachtung in der Tat nicht nur Katzenherzen höher schlagen lässt.

Aufgrund der zahlreichen positiven Rückmeldungen und nicht zuletzt auch aufgrund der
Kundenfotos fertiger Werke auf der Homepage selbst legten wir uns fest:

Der Zooschreiner (zooschreiner.de) bietet nicht nur Produkte für Katzen,
sondern auch für Nager & Vögel an und schien damit relativ viel Erfahrung zu haben.
Zudem verfügt er über eine umfangreiche Palette verschiedenster Einzelelemente,
welche uns schließlich auch überzeugte.

Unsere Planung

Tja, wie plant man solch ein umfangreiches Projekt?
Gerne würden wir schreiben, wir hätten zuerst das Zimmer – wie hier berichtet – renoviert
und danach die Kletterwand geplant …

In Wahrheit war es nämlich genau umgekehrt, wir planten zuerst die Kletterwand, um anschließend festzustellen das es vermutlich eine blöde Idee wäre, diese fix auf eine „ältere“ Wand zu montieren.

Dazu muss man sagen, es kam lediglich eine Wand infrage, welche quasi der Eyecatcher
des Wohnzimmers – wenn nicht sogar der ganzen Wohnung – ist, da man diese (fast) immer sieht.
Sofort beim Betreten des Raumes und auch währenddessen man sich im Raum befindet.

Da die Familie des Katzenbloggers hier hauptsächlich in der Malerbranche tätig war und ist,
hat natürlich auch diese Wand bereits mehrere optische Veränderungen hinter sich
und über Applelogos in Rot-weiß bis hin zu Pyramiden bereits viele Dinge ertragen.

Daher auch der Begriff „alt“ und „neu“, denn auch wenn der Aufwand nicht gering ist,
lassen sich natürlich im privaten Umkreis neue Techniken, Verfahren & Möglichkeiten
besser und nahezu risikolos testen.
Folglich gibt es da auch schon einmal ein leichtes Stirnrunzeln, wenn akut bekannt wird,
dass jemand von uns schon jahrelang dieselbe Wandfarbe hat … ;-)

Nebenbei kann man sich durch diesen Umstand auch etwas leichter einige Verrücktheiten
leisten, nun sollte also eine Kletterwand für Katzen zu dieser Liste hinzukommen …

Unsere Planung in der Realität

In Wirklichkeit begann unsere Planung bereits zu einem Zeitpunkt, an dem eine Person
massiv im Mittelpunkt des medialen Interesses stand und uns mit einer Aussage
indirekt zum Schmunzeln brachte.

Unsere Antwort:

„Wir brauchen keine alternativen Fakten, sondern alternative Möglichkeiten!“

Wir wissen nicht, ob diese Person ein Katzenliebhaber ist, allerdings zwitschert er zumindest
sehr gerne und warum sollte er Katzen nicht mögen?
Immerhin gibt es nicht nur eine Katze, welche in hochrangigen Schnurrkreisen tätig ist,
vielleicht schreiben wir ja einmal eine Artikelreihe darüber …

Es war konkret etwa Ende Jänner, als wir mit der ernsthaften Planung der Kletterwand
begonnen haben.

Um ehrlich zu sein, es war nicht leicht Produkte, welche man noch nie gesehen hat,
möglichst passgenau und vorab in die eigene Zimmergestaltung einzufügen.
Dies ist auch einer der Punkte, welcher uns am meisten gestört hat,
denn man kann das Ergebnis bei der Bestellung einfach nur erahnen.

Wir müssen aber auch wirklich sehr positiv anmerken, dass der Zooschreiner
uns hier wirklich (per Mail!) mit irrsinnig viel Geduld und Erfahrung beraten hat.

Es waren über 30 Mails, welche hin- und hergingen und einige mehr oder weniger
maßstabsgetreue Entwürfe per Photoshop nötig, um möglichst jedes Detail klären zu können.

Unsere Grundvoraussetzungen

Da es erheblich bei der Planung hilft und auch nach Fertigstellung besser aussieht,
teilen wir an dieser Stelle unsere grundsätzlichen Voraussetzungen an die Konstruktion
unserer Kletterwand mit Euch.

Die Einzelelemente sollten möglichst flexibel angebracht werden können!

Da man die genauen Dimensionen vorab nur erahnen kann, wählten wir gezielt Elemente aus,
welche man vor Ort auch variabel anbringen kann.
Wir hatten für nahezu jedes Einzelteil vorab mehrere Optionen definiert, wie und wo man
selbige montieren kann.
Ansonsten würde man unter Umständen mit Produkten hier stehen, welche man letztendlich
nicht verwenden könnte.

Kletterwand

Die Treppe ist sicherlich ein Highlight, doch passt diese notfalls auch an einer anderen Stelle?
Okay, die Katze auch, einem gewissen „König der Löwen“ – Feeling kann man sich hier
wohl nicht erwehren …

Man sollte auch einen gewissen Spielraum einkalkulieren, denn die Katzen sollten einen guten
Aktionsradius haben.

Hier stellen sich Fragen, welche man vorab schlicht nicht sehr gut beantworten kann.
Welche Abstände sind nötig, welche Winkel sind für eine Katze realistisch und wie „hoch“
ist eine Katze überhaupt während einer natürlichen Bewegung?

Immerhin soll die Wand nicht zugebaut werden, sondern genügend Freiraum und Möglichkeiten
für die Katze(n) bieten.

Jene Elemente, welche nicht veränderbar sind, passen zu 100 Prozent!

Logischerweise gibt es Elemente, welche sich an die räumlichen Gegebenheiten oder an die
eigenen Wunschvorstellungen anpassen müssen.

Beispielsweise müssen evtl. zusätzlich notwendige Bohrlöcher in den Elementen
exakt definiert werden, da eine nachträgliche Änderung nur in Eigenregie erfolgen könnte
bzw. das Produkt bei standardmäßig falschen Bohrungen unbrauchbar wird oder zumindest optisch
nicht mehr ideal aussehen würde.

Wir haben beispielsweise die Zimmerecke für die Kletterwand mit einem Wandeckbett versehen,
um von dort aus noch ein Stück der zweiten Wand zu nutzen, gleichzeitig sollte aber
der Schreibtisch darunter nicht unbedingt als Ausgangspunkt für die Klettertour dienen können.

Solche individuellen Lösungen sind natürlich machbar und auch perfekt ausgeführt worden,
allerdings muss man selbige natürlich speziell berücksichtigen.

Nachhaltigkeit ist Trumpf!

Egal, bei wem man solch eine Bestellung tätigt, man sollte sich darüber bewusst sein,
worauf dessen Fokus oder dessen Spezialgebiet liegt.

Wir haben aus Gründen der Nachhaltigkeit und der Langlebigkeit, großen Wert darauf gelegt,
dass die Kletterwand auch wirklich fast ausschließlich aus Holz besteht.
Es macht keinen Sinn bei einem Schreiner übermäßig viele Sisalstämme oder sonstige artfremde
Produkte zu bestellen, diese sind als sinnvolle Ergänzung im Sortiment aber spiegeln natürlich
nicht die Kernkompetenz eines Schreiners/Tischlers wieder.

Zudem sollte man solch eine Wand natürlich so planen, dass möglichst wenig „Verschleißprodukte“
enthalten sind.
Sisalstämme werden durch Gebrauch mit der Zeit beispielsweise ziemlich hässlich und sind daher
nur bedingt zu empfehlen, ähnlich verhält es sich mit diversen anderen Materialien.

Die Umsetzung des Zooschreiners ist hier allerdings genauso einfach wie genial,
könnte durchaus noch etwas verbessert werden, erschreckt einen aber auf jeden Fall
doch im ersten Moment.

Alle Produkte, welche nicht aus Holz sind, stammen von einem externen Hersteller
einer namhaften Marke für Katzenprodukte.
Auf den ersten Blick war es ein etwas eigenartiges Gefühl plötzlich 08/15 – Produkte
vor sich zu haben, bei näherer Überlegung ist dies allerdings sinnvoll und logisch.

Sollten die Produkte nämlich das Ende ihrer Haltbarkeit erreichen, können sie problemlos
ausgetauscht und ersetzt werden, ohne die ganze Konstruktion an sich zu beeinträchtigen.
Eine sehr kluge und weitsichtige Lösung, wie wir finden!

Kletterwand

Hierzu muss man als wirklich einzige Kritik sagen, dass die Kratzstämme aufgrund des Herstellers
aus Erfahrung nicht sehr langlebig und zudem aus Katzensicht etwas ungünstig dimensioniert sind.
Jedoch ist ein Austausch mittelfristig problemlos möglich und vor dem Hintergrund des Volumens
unserer Bestellung wirklich nur eine kleine Randnotiz.

Weniger ist mehr? Die Sicht der Katzen nicht vergessen!

Als wir den ersten Entwurf per Mail an den Zooschreiner schickten, bekamen wir etwas
überraschend folgende Anmerkung als Antwort:

„Solch eine Bestellung bekomme ich in der Regel nur von Züchtern, Katzenkaffees
oder auch Tierheimen! Sind Sie sich sicher?
Fangen Sie doch erstmal mit einzelnen Elementen an …“

Etwas verdutzt und mit dem Gedanken – hier wohnen drei aktive Katzen
und ach ja nebenbei haben wir einen Katzenblog, wir wollen alles komplett –
antworteten wir entsprechend.

Gleichzeitig kamen uns nur einige Bedenken bezüglich der notwendigen Montage,
den wahren Hintergrund dieser Antwort sollten wir während eben dieser noch feststellen …

Es ist schlicht so, dass ein menschlicher Entwurf ziemlich schnell von der Realität
unter Einbeziehung der notwendigen Katzentauglichkeit eingeholt werden kann.

Wir hatten ausführlich, sehr genau und umsichtig geplant, doch auch wir mussten während
der Montage den ursprünglichen Entwurf leicht abändern, da manche Teile schlicht mehr Platz
benötigten, um überhaupt für Katzen benutzbar zu sein.

Daher sollte man vorsichtig planen, es ist nicht das primäre Ziel die Wand vorab komplett
vollzufüllen, um anschließend festzustellen das man gar nicht so viele Objekte montieren kann.

Kletterwand

Immerhin sollte noch genug Pfotenfreiheit für die Katz übrig bleiben, um sich auch vernünftig
und artgerecht bewegen und beschäftigen zu können.

Geschichten und Eindrücke von der Montage einer Kletterwand

Die Montage war eindeutig das Horrorthema von einem völlig unbegabten Dosenöffner.

Dem Schnurrgott sei Dank, haben wir allerdings einen sehr guten und kompetenten Freund
fast schon in Pfotenreichweite, welcher uns dankenswerterweise mit sowohl Rat & Tat
als auch mit professionellem Werkzeug unterstützt hat.

Währenddessen konnte sich der Dosenöffner zumindest mit niederen Hilfstätigkeiten erkenntlich
zeigen und das war ihm eigentlich auch ganz recht so, denn für die Montage der Kletterwand
reichte definitiv kein simpler Nagel in der Wand …

Kletterwand

Neben entsprechend genauen Bohrungen galt es etwa 30 Stück dieser 8 Zentimeter langen Schrauben
in die Wand zu treiben, um die Elemente sicher daran zu befestigen.

Eine solch monströse Art der Anbringung ist dabei keinesfalls übertrieben, denn neben
der Notwendigkeit einer sicheren Befestigung spielen auch noch zwei weitere Faktoren
eine wichtige Rolle:

Stabilität

Katzen sind zwar von Natur aus mutig und neugierig, dabei allerdings immer auf Sicherheit
und einen festen Stand bedacht.
Wenn ein Untergrund wackelt oder auch nur irgendwie unsicher erscheint, wird dieser daher
in der Regel konsequent und dauerhaft gemieden.
Gerade in einer hohen Umgebung ist es daher unumgänglich Objekte für Katzen
total wackelfest und ohne den geringsten Spielraum für Bewegungen anzubringen.

Natürlich sollte man da gerade bei einer Kletterwand für Katzen nicht an der Befestigung sparen.

Einfache Physik 

Die drei Katzen wiegen zwischen 4-7 kg und bewegen sich relativ schnell und dynamisch
auf dieser Kletterwand.
Bei Sprüngen oder sonstigen akrobatischen Einlagen wirkt da sehr schnell ein Vielfaches
an Gewicht auf das Material ein! Selbiges darf sich jedoch auch unter diesen
Voraussetzungen weder lockern noch sonst irgendwie bewegen.

Dauer der Montage

Eigentlich hatten wir viel mehr Zeit für die Montage veranschlagt, doch zu unserer sowie
auch zur Freude der Nachbarn waren wir zu zweit nach etwa zwei Stunden fertig und
alle Einzelteile hatten ihren Platz.

Der fast schon obligatorische Fehlschlag

Es ist fast schon ganz egal, was immer in dieser Wohnung gemacht wird, zumindest ein Problem
muss auftreten, um die Quote auch wirklich zuverlässig zu erfüllen …

Trotz Berücksichtigung aller bekannten Leitungen bei der Planung der Kletterwand
erwischten wir selbstredend mit einer Bohrung wie auf Kommando eine Stromleitung.
Glücklicherweise konnten wir leicht improvisieren und das Problem so etwas umgehen,
aber es war eben typisch und zerrte in diesem Moment erheblich an unseren Nerven.

Andererseits wäre es sonst ja schon fast zu langweilig gewesen …
Wieso auch sollte bei einer Kletterwand mit über 30 tiefen Bohrungen nichts passieren,
wenn schon bei den kleinsten Arbeiten ähnliche Missgeschicke vorkommen?

Thema: Raum- und Platzbedarf

Ein wichtiger Aspekt bei unserer Entscheidung sowie auch der Planung war der erforderliche Platz,
welchen die Kletterwand einnimmt.

Die Kletterwand sollte sowohl katzen- als auch menschengerecht sein und nicht allzu mächtig wirken.
Hier kommen Punkte ins Spiel, welche für uns Menschen kaum nutzbar, für Katzen jedoch mehr als hervorragend geeignet sind …

Die dritte Dimension & effektive Nutzung der Wandflächen

Die Kletterwand erstreckt über etwa 15 Quadratmeter Wandfläche mit einer maximalen Höhe
von bis zu 210 Zentimetern.

Für die Katzen ist natürlich die gesamte Fläche problemlos nutzbar.

Für den Dosenöffner hier steht das größte Element – eine Liegefläche – nur etwa 50 Zentimeter
aus der Wand heraus und das in etwa zwei Meter Höhe.
Zudem berührt nur ein einziges Teil der ganzen Wand den Boden und frisst daher Platz,
eine einfache Bodenplatte mit 25 x 25 Zentimetern, sonst nichts.

Kletterwand

Der Mehrwert für Mensch und Tier erklärt sich damit quasi wie von selbst.

Daher ist solch eine Kletterwand auch eine ideale Möglichkeit, kleinere Wohnungen für Katzen
artgerecht zu gestalten, ohne wirklich an Wohnraum zu verlieren.

Wenn man solch eine Kletterwand für Katzen beispielsweise sofort bei Neubezug berücksichtigen
kann, könnte man sich damit völlig problemlos einen klobigen Kratzbaum ersparen.

Wir haben jetzt natürlich nicht auf den Kratzbaum verzichtet, da er eben schon hier stand.
Allerdings würde ich künftig lieber etwas Wandfläche opfern als einen massiven Kratzbaum
anzuschaffen, welcher relativ viel Platz mitten im Raum benötigt und dann nicht einmal mehr
zu bieten hat als solch eine Kletterwand.

Aus dem optischen Blickwinkel heraus lässt sich eine Kletterwand wohl ebenfalls besser,
auf jeden Fall aber individueller integrieren als ein Kratzbaum vom Fließband.

Von Sponsered Posts & Geld

Ja, wir haben diesen Artikel als Sponsered Post/Werbung markiert, obwohl wir die
Kletterwand vollständig aus eigener Tasche bezahlt haben.

Der Zooschreiner hat uns aber netterweise auch einen relativ großzügigen Rabatt gewährt
sowie als Zugabe ein tolles hölzernes Fummelbrett mitgeschickt.
Unter Berücksichtigung der Gesamtsumme waren beide Vergütungen realistisch,
jedoch haben wir auch nichts zu verheimlichen und dürfen dies in diesem Kontext
aus rechtlichen Gründen auch gar nicht.

Allerdings sind wir hier sehr weit entfernt von dem Image, man bekomme als Blogger
alles geschenkt, bevor an dieser Stelle wieder Fragen aufkommen.

Es ging uns hierbei aber auch gar nicht um Geld oder sonstige materiale Dinge, sondern
lediglich um eine tolle Neugestaltung unseres Wohnraumes für Mensch und Tier.

Der Preis der Kletterwand

Doch natürlich ist der Preis neben dem Aufwand für Montage & Co kein unwesentliches Kriterium
bei der Entscheidungsfindung für oder gegen solch eine exklusive Kletterwand für Katzen.

Wir werden hier keine genauen Angaben machen, allerdings liegt der Preis abzüglich Versandkosten
exakt im Bereich eines wirklich hochwertigen Kratzbaumes.

Dafür bekommt man jedoch auch eine wirklich sehr gute Qualität der Holzmaterialien,
kann die Kletterwand nach eigenen Wünschen individuell anfertigen/anpassen lassen
und ist in puncto Flexibilität und Kreativität quasi nicht eingeschränkt.

Man bekommt schlichtweg ein Unikat mit persönlichem Charakter
anstatt einer Kratzstätte von der Stange.

Unterm Strich finden wir den Preis für die tolle Qualität der einzelnen Elemente
wirklich äußerst fair.

Immerhin kauft man solch eine Konstruktion nicht jeden Tag und selbige sollte
dann schon auch längere Zeit einen hochwertigen Eindruck hinterlassen …

Unser Fazit

Man muss definitiv etwas verrückt sein, um ernsthaft über ein solches Projekt nachzudenken
und es dann auch zu realisieren.
Allerdings ergibt sich aus solch einer Kletterwand ein enormer Mehrwert für Mensch und Tier
sowohl aus Sicht der Katzen aufgrund völlig neuer Möglichkeiten als auch aus optischer Sicht.

Es ist eine tolle Option für kleinere Wohnräume, quasi künstlich mehr Platz zu schaffen
oder auch um einfach zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten für die Katze(n) anzubieten.

Die Zusammenarbeit mit dem Zooschreiner funktionierte hervorragend,
trotz oder gerade wegen der ungewöhnlichen Art der Bestellung war dies für uns entscheidend.

Eine ganze Wand auf gut Glück mehr oder weniger wie eine Bestellung auf Amazon abzuwickeln
kostet mehr als ein wenig Überwindung!
Doch die transparente, ehrliche und auch unkomplizierte Kommunikation sowie wirklich
sehr viel Geduld erleichterten hier einiges.

Verrückt? Ja, aber eben auch leider sehr cool! ;-)


Übrigens findet Ihr auf unserer Facebookseite bereits mehr Fotos von und über diese
neueste Errungenschaft der Katzen.

Wie die Katzen selbst darauf reagiert haben, werden wir nach und nach erzählen!
Natürlich war die neue Kletterwand etwas unheimlich und wurde kritisch beäugt,
allerdings wurde dieses neue Reich relativ rasch in Beschlag genommen – soviel sei verraten!

Allerdings hat sich der Dosenöffner die Sache doch etwas anders vorgestellt,
denn anstatt mehr Kuschelzeit zu bekommen, um die Investition zumindest irgendwie
zu rechtfertigen, gibt es jetzt weniger.
Kein Wunder, wenn Herr und Frau Katz in über zwei Meter Höhe herumturnen
und Herrchen unten am Boden nur zuschauen kann … ;-)

Liebe Grüße & Schnurrer

Euer Katzenblog-Quartett

MerkenMerken

9 Kommentare

    • Hallo liebe Schnurrkumpels,

      na das ging ja fix, fast hätten wir Euren Maunzer übersehen …

      Da hat also das böse Fatzebuch schon wieder alles verraten, ja?
      Ok, wir haben es ja auch erlaubt, da wir die Wand selbst so schnurrtastisch fanden
      und unsere Pfoten einfach nicht mehr stillhalten konnten … ;-)

      Es stimmt aber, wir sind inzwischen mutiger, manchmal mehr als Herrchen recht ist. :-)
      aber auch die Pfoten-hoch-Zonen in den Ecken samt Bettchen finden wir toll,
      da kommt nämlich kein Mensch an uns ran und wir können entspannt einfach mal nichts tun …

      Das wär doch auch für Euch eine tolle Sache, oder?
      Ihr müsst Frauchen die Sache einfach nur immer wieder konsequent einschnurren,
      irgendwann gibt sie bestimmt auf und kauft Euch den Klettergarten.
      Pfotenversprechen!

      Liebe Schnurrer
      Cleopatra, Manet & Matt

  1. Lieber Felix,
    die Katzenwand finde ich super, die ist richtig schön geworden :-) ! Deine Vierbeiner scheinen sie auch sehr gut anzunehmen. Unsere sind da leider anders. Ganz egal, welches Körbchen und welches Kratzgerät man anschleppt, sie nutzen lieber unsere Menschen-Möbel :-) !
    Liebe Grüße und eine schöne kurze Woche!
    Eva

    • Liebe Eva,
      bitte aber jetzt nicht glauben, dass das bei uns anders ist – typisch Katzen eben.
      Nur die Wand hat irgendwie so den Kratzbaumcharakter und wurde sofort belagert …
      Liebe Grüße, Felix

          • Ja, ich werde dort sein :-) ! Ich weiß aber nicht, ob ich auch an Tag 1 und 3 dabei bin. Bei meiner Buchung waren diese Termine schon ausgebucht, auf meinem Ticket steht trotzdem, dass es für alle drei Tage gilt. Dem muss ich noch nachgehen! Ich würde mich jedenfalls freuen, dich dort wieder zu treffen :-) !
            LG Eva

          • Habe „das System“ auch noch nicht ganz begriffen, aber ich glaube Tage 1 & 3 sind im Ticket automatisch inkludiert irgendwie.
            Ist etwas umständlich beschrieben/erklärt …
            Muss noch ein paar Kleinigkeiten abklären, aber werde zu 99% ebenfalls teilnehmen. :-)

Schnurr uns was ....