Im Test: Skipjack Snack

25. September 2016

Es wird wieder einmal Zeit für einen Futtertest, daher testen wir heute
für Euch ein neues Produkt, den Skipjack Snack.

Wir kannten die Marke „Wildcat“ (www.wildcat-katzenfutter.de)
bisher nur über Katzentrockenfutter.
Da Trockenfutter bei uns allerdings nur als Leckerli zum Einsatz kommt,
war die Marke bisher weniger interessant.

Doch nun wurde das Produktportfolio von „Wildcat“ um ein Nassfutterprodukt
erweitert und wir dürfen dieses brandneue Produkt – den Skipjack Snack –
für Euch unter die Lupe nehmen …

Laut Angaben des Herstellers handelt es sich beim Skipjack Snack
um Funktionsnahrung, also Nahrung, mit der ein Ziel verfolgt wird,
das über ein wohltuendes Sättigungsgefühl hinausgeht.
Das neue Produkt in der Snacklandschaft für Katzen soll
das Immunsystem der Katze mit speziellen Inhaltsstoffen stärken.

Unter der Lupe: Skipjack Snack

Beim Skipjack Snack handelt es sich um ein Ergänzungsfutter
mit Thunfisch im eigenen Saft verfeinert in verschiedenen Sorten.

Zusätzlich enthalten sind „Inulin“ aus der Topinambur-Pflanze
sowie verschiedene Beerensorten und Sanddorn.

Auf die einzelnen Bestandteile gehen wir allerdings später im Artikel
noch genauer ein.

Die Sorten:

Insgesamt werden derzeit sechs verschiedene Sorten des Produkts angeboten.

– Thunfischfilet mit Lachs (im Test)
– Thunfischfilet mit Garnelen
– Thunfischfilet mit Apfel
– Thunfischfilet mit Papaya
– Thunfischfilet mit Mischgemüse
– Thunfischfilet mit Grünen Bohnen

Maunzer der Katzen:
Da wir alle drei so richtige Fischtiger sind, finden wir die Auswahl richtig toll,
denn so kann uns unser Herrchen kein trockenes Hühnchen mehr vorsetzen.

Herrchen wollte unbedingt die Papaya-Sorte sehen,
aber wir finden Fisch mit Fisch mal richtig schnurrig.

Zusammensetzung:

49 % Thunfischfilet (alle Sorten)
4 % Lachs, Garnelen, etc. (je nach Sorte)
Brombeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Holunderbeeren,
Sanddorn, Wasser

Analytische Bestandteile:

Protein (Eiweiß): 14 % (15 % bei Lachs / Garnelen)
Öle und Fette:      je 1 %
Rohasche:            je 1 %
Rohfaser:              je 0,2 %
Feuchtigkeit:        je 81 %

Spezielle Inhaltsstoffe

Da wir sehr darauf achten, was im Katzenfutter so drin ist und was nicht,
erläutern wir nachfolgend die speziellen Inhaltsstoffe dieses Produkts.

Topinambur

Die Topinambur-Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler
und entwickelt Knollen.
Sie stammt aus Nord- und Mittelamerika und wurde in den 1600-Jahren
nach Europa importiert.
Die Knolle dient hauptsächlich der Ernährung
und ist daher auch als „Indianerkartoffel“ bekannt.

„Indianerkartoffeln“ waren im 17. und 18. Jahrhundert
sehr populär, wurden dann allerdings wieder
von der ergiebigeren Kartoffel verdrängt.

Der im Skipjack Snack enthaltene Inhaltsstoff „Inulin“
stellt primär einen Stärkeersatz dar,
welcher allerdings sehr gut verstoffwechselt werden kann.

Zusätzlich begünstigt der Stoff die Vermehrung nützlicher Bakterien
in der Darmflora und stärkt so die Immunabwehr.
Diese positiven Eigenschaften wurden von der Uni Leipzig untersucht
und nach einer Studie bestätigt (Link in der Quellenangabe).

Anmerkung:
Inulin ist zwar auch Grundstoff bei der Herstellung von Fructose, 
enthält selbst aber keine Süßstoffe.
Es wird in der Humanmedizin auch in der Therapie von Zuckerkrankheiten 
verwendet, da es den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst.

Verschiedene Beeren

Die diversen Beerensorten sollen den Teil der Nahrung simulieren,
welche Katzen über die Mägen ihrer Beutetiere aufnehmen würden.

Genauer vorstellen möchten wir uns das nun lieber nicht …

Der Praxistest: Fütterung der Katzenmeute

Nun lassen wir die Theorie aber hinter uns und
gehen zum angenehmen Teil über, der Verkostung des Skipjack Snacks.

Die Verpackung

In einer Dose sind 70 Gramm Futter enthalten,
als Diener in einem Mehrkatzenhaushalt verleitet
einen diese Verpackungsgröße eher zum Schmunzeln.

Da das Produkt als Ergänzungsfutter eher als Snack
für den kleinen Hunger (vielleicht morgens um 5) gedacht ist,
geht das in Ordnung.

Angaben zu den Inhaltsstoffen sind sehr gut deklariert,
die Dose selbst ist leicht und problemlos zu öffnen.

Die Optik (in der Dose)

Beim Öffnen der Dose ist bei uns meist Schnelligkeit angesagt,
immerhin sind die Katzen generell kurz vor dem Hungertod
und das Futter muss sofort serviert werden.

Zum Unmut der Katzen wurde das Produkt jedoch trotzdem
einer genaueren Prüfung unterzogen, wer weiß vielleicht könnte
es ja auch dem Herrchen schmecken …

Skipjack Snack-Egyptian-Mau-Katzenblog_f2

Zu unserer Freude ist der Inhalt wirklich anschaulich und vergleichbar
mit einer handelsüblichen Thunfischdose im eigenen Saft aus dem Supermarkt.

Der Hersteller verspricht auch Thunfischfilets in Lebensmittelqualität sowie
aus umweltbewusstem und nachhaltigem Fischfang ohne jegliche Zusatzstoffe.

Die Optik in der Dose überzeugt uns jedenfalls, im Gegensatz zu manch anderen Marken
sieht man hier noch, was enthalten ist.

Der Geruch

Der Geruch ist für uns wirklich ein sehr wichtiges Kriterium.
Es gibt kaum etwas Schlimmeres als noch vor dem eigenen Frühstück
eine Katzenfutterdose zu öffnen, welche unangenehm riecht.

Der Skipjack Snack jedenfalls riecht nach, ähm Moment,
man riecht fast gar nichts.

Natürlich ist ein leichter aber natürlicher Fischgeruch wahrzunehmen,
welcher allerdings eher für Qualität spricht als für Ekel.

Die Optik (im Napf)

Nachdem man die Dosen entleert hat,
kommt die angenehme und natürliche Konsistenz des Produktes zum Vorschein.

Skipjack Snack-Egyptian-Mau-Katzenblog_f3

Es ist überraschend viel Thunfisch in der Dose enthalten,
dennoch wurde auch nicht am Saft gespart.

Schon zu sehen, dass es auch noch Hersteller gibt, welche die Mengenangaben
auf dem Etikett auch wirklich im Produkt liefern.
Manchmal hat man ja wirklich den Eindruck, man bekommt
nur die Hälfte der etikettierten Menge, dies ist hier eindeutig nicht der Fall.

Anmerkung:
Am Foto zu sehen ist der Inhalt einer Dose a‘ 70 Gramm.
Es handelt sich beim Napf um einen Hundenapf, 
daher täuscht die optische Wirkung möglicherweise etwas.
In einem Haushalt mit drei Katzen sind üblicherweise eben
größere Dimensionen gefragt …

Das große Fressen …

Nach der Fotostrecke und einem (Miau-) Konzert vom Allerfeinsten,
durfte nun endlich verkostet werden …

Skipjack Snack-Egyptian-Mau-Katzenblog_f4

Hier zeigt sich das übliche Bild in einem Speisebereich für drei Katzen …

Cleo bunkert ihre Vorräte lieber mal etwas abseits auf dem Boden,
Matt verschlingt den guten Snack ohne Rücksicht auf Verluste und
Manet findet es ungeheuerlich, beim Essen fotografiert zu werden.

Trotz aller Widrigkeiten wurden 210 Gramm des Snacks
(lach, das liest sich wohl so ähnlich, wie eine „kleine“ 300 g Tafel Schokolade)
genüsslich verspeist, natürlich inklusive Cleo’s geheimen Vorräten.

Vielleicht sollte man noch anmerken, dass der Skipjack Snack
eigentlich das Dessert war, denn vorab wurden
schon ca. 600 g normales Futter konsumiert.

Maunzer der Katzen:
Herrchen lügt, der Hungertod war nur eine Schnurrhaarlänge entfernt …

Nachsatz

In Bezug auf eventuelle Nachwirkungen gab es überhaupt keine Probleme,
obwohl zumindest Cleo anderes Futter üblicherweise buchstäblich sehr
schwer verdaut.

Bezugsquelle und Preis

Der Skipjack Snack kann im Onlineshop von WILDCAT zu einem Preis
von 1,00 € pro 100 Gramm bezogen werden.

Ein stolzer Preis für einen kleinen Sack aber was tut man denn
nicht alles, wenn es um die Samtpfoten geht …

Grundsätzlich investieren wir lieber vorher in hochwertiges Futter
als nachher irgendwann in der Tierarztpraxis.
Diese Frage muss jedoch jeder für sich selbst beantworten.

Fazit und Beurteilung

Der Skipjack Snack von Wildcat ist ein gutes und hochwertiges Produkt.
Für uns stellt er eine echte Alternative
„für den kleinen Hunger um 5 Uhr morgens“ dar.
Allerdings würden wir das Produkt nicht regelmäßig verwenden,
sondern eher als eine Art Belohnung für ganz brave Katzen.

Positiv

Die Optik sowie der angenehme Geruch des Produkts hat uns sehr gefallen,
zudem ist Menge des enthaltenen Thunfischs und der Saftgehalt hervorzuheben.

Der Snack wurde (zumindest bei uns) über den mehrtägigen Testzeitraum
sehr gut vertragen, unserer Meinung nach ein enormer Pluspunkt.

Im Produkt befinden sich weder Geschmacksverstärker noch Getreide,
Zucker oder künstliche Farb- und Konservierungsstoffe.

Weiters sehr toll fanden wir den mitgelieferten Produktfolder
mit einer übersichtlichen Aufstellung der Inhaltsstoffe
sowie näheren Erläuterungen zum Produkt.
Diese Art der Kundeninformation sollte weitergeführt werden.

Die Informationen auf der Produktseite sind sehr ausführlich
und übersichtlich gestaltet.

Neutral

Der Rohfettanteil ist mit einem Prozent etwas niedrig,
wobei sich das bei einem Ergänzungsfuttermittel wieder relativiert.

Die Verpackungsgröße ist zumindest für einen Mehrkatzenhaushalt
eher ungeeignet. Snack hin oder her, hier sollte mittelfristig
nachgebessert werden.

Die Sortenauswahl ist derzeit noch sehr limitiert.
Katzenhalter, deren Katzen keinen Fisch mögen,
werden dadurch benachteiligt.
Allerdings ist dieses Produkt gerade neu am Markt
und laut Informationen des Herstellers werden weitere
Nassfutterprodukte folgen.

Negativ

Wir finden es (auch bei anderen Herstellern) sehr seltsam,
wenn in der Zusammensetzung nicht 100 % des Produktes
angegeben ist.
Im konkreten Fall sind 49 % Thunfisch
und jeweils 4 % des Sekundärproduktes (je nach Sorte) enthalten.
Beide Anteile könnten durchaus höher sein,
darüber hinaus ist nicht aufgeschlüsselt, welchen Prozentanteil
die restlichen Inhaltsstoffe ausmachen.

Es bleiben also ganze 47 % der Inhaltsstoffe übrig,
welche nicht näher aufgeschlüsselt werden.
Anmerkung: 
Topinambur, Beeren, Sanddorn, Wasser 

Dies finden wir sehr schade, hier sollte im Interesse der Kunden
nachgebessert werden.


Das Testprodukt wurde uns vom Hersteller WILDCAT
kostenlos zur Verfügung gestellt.
Unsere Meinung über das vorgestellte Produkt basiert
auf den Beobachtungen bzw. Erfahrungen,
die ich und meine Katzen gemacht haben.
Wir berichten immer ehrlich, transparent und wenn nötig
auch sehr kritisch über unsere Erfahrungen.

Liebe Schnurrer, Eure Testkatzen

CleopatraManet & Matt

Quellen:
Forschungsbericht der Universität Leipzig (2006)
Thema: Topinambur / Inulin
http://www.zv.uni-leipzig.de/service/kommunikation/
medienredaktion/nachrichten.html?ifab_modus=detail&ifab_id=2280

Schnurr uns was ....