Schurrtalk: Miezenblog, Vor- und Rückschau

29. September 2016

Schnurr, heute bin ich – Cleopatra – wieder an der Reihe
mit dem Tastaturgeklapper im Miezenblog.
Weil wir allerdings nun seit ca. drei Monaten wieder brav bloggen,
habe ich mir für den heutigen Schnurrtalk auch Herrchen
als Unterstützung geholt.

Wir möchten einmal gemeinsam zurückschauen, aber auch einen kleinen Blick
in Richtung der näheren Zukunft des Blogs werfen …

Unser kleiner Miezenblog – wie alles begann …

Eigentlich entstand die Idee zu diesem kleinen Projekt
in einer kleinen Gruppe von Kittenkäufern,
welche online von meiner Züchterin eingerichtet wurde,
um die Wartezeit auf uns etwas zu versüßen.

Die Gruppe selbst ist heute leider nicht mehr zu finden,
aber ich schnurr’s Euch, binnen etwa drei Monaten Wartezeit
wurden von unseren neuen Dosenöffnern Dutzende Beiträge dort geschrieben.

Zusammenfassen kann man diese Beiträge, und das ist das Tolle daran,
eigentlich mit nur einem Satz:
„Wie toll es doch wäre, wenn jeder „uns“ doch endlich bekommen würde …“

Neben dem ganzen Gejammer, wie lange doch diese verdammten zwölf Wochen
dauern würden, konnten sich unsere (künftigen) Dosenöffner aber auch austauschen
und kamen auf so manche Ideen …

Eine davon war es, wie toll es doch wäre eine Art Tagebuch
über unsere Entwicklung zu führen, so für später und so (Menschen vergessen ja schnell).

Das Tagebuch

Eines der Mitglieder dieser Gruppe brachte plötzlich das Wort „Blog“ ins Spiel,
er würde sich damit auskennen und würde einen für seine Katze (meine Schwester)
erstellen.

Wie ich nun weiß, war mein Herrchen sofort begeistert von diesem Vorschlag
und wollte ebenfalls solch einen Blog für mich starten.
Er kenne sich mit Technik aus und überhaupt so schwierig könne es ja nicht sein.

Wie „ins kalte Wasser“ geworfen, immerhin hatte Herrchen keine Ahnung
wie ein Blog überhaupt funktioniert, versuchte Herrchen das Beste daraus zu machen.

Ein Tagebuch nur für uns (und ein wenig für die Welt)

Dieser Blog sollte eigentlich wirklich nur für uns gedacht sein,
um ein paar von meinen Geschichten zu erzählen und Fotos aufzubewahren.

Doch Herrchen (immer noch ohne Ahnung) wurde ehrgeizig …
Das Design sollte ansprechend sein (wie macht man das noch mal?).
Es sollten Funktionen her, welche andere Webtagebücher
damals auch hatten (nur wie ging das noch mal?) und so weiter und sofort.

Innerhalb von acht Wochen entstand so etwas wie ein kleiner Versuch
eines Katzenblogs auf einer kostenlosen Plattform.
Ich habe für Euch in Herrchen’s Archivordner herumgesucht und noch
ein Bild des damaligen Designs entdeckt …

Miezenblog-Egyptian-Mau-Katzenblog_f4

Einfach, schlicht und vor allem völlig ohne Plan & ohne Ahnung ging
es damals (vor immerhin fünf Jahren) los …

Die besten Anekdoten aus dieser Zeit

Da ich damals ja noch so klein war, habe ich Herrchen für Euch
mal nach ein paar lustigen Dingen aus dieser Anfangszeit gefragt:

„Was zum Teufel sind den Abmessungen in Pixel?“
„Wie? Ich muss hier Fotos bearbeiten oder Grafiken gar selbst erstellen?“
„Ich will das dorthin haben, mach das gefälligst (von selbst)!“
„Warum zum Teufel lädt die Seite so lange? Die Fotos sind doch ’normal‘ groß …“
„Wie verlinke ich überhaupt irgendetwas? Das geht doch immer automatisch?!“
„Warum findet mich Google nicht? Haalllooo, ich bin hier …!“
„Es liest ja wirklich gar keiner mit, alles für die Katz‘!“ 
„Die Youtube-Erklärung für irgendwas war völlig umsonst, das geht so nicht! Punkt.“
„Social Media? Nein danke, viel zu kompliziert! Brauch ich doch nicht …“
„Schon wieder 3 Uhr nachts, wieso frisst das Ding soviel Zeit?“
„Andere Blogger? Was? Die sind die Konkurrenz und generell böse,
immerhin nehmen die mir armen kleinen Blog die Besucher weg“
„Wie? Der Typ schreibt mir ein Mail und will,
dass ich über irgendwas für ihn schreibe? Soll er selbst machen!“

Zugegeben, diese Aufzählung ist nur ein kleiner Teil,
Herrchen würde jetzt nur darüber reden können.

Einige Punkte stimmen Euch heute noch, aber die meisten sind einfach falsch
oder wurden im Laufe der Zeit einfach zur Selbstverständlichkeit.

Im Vergleich zu heute war bloggen damals sogar noch einfach,
darauf gehen wir aber später noch kurz ein.
Doch vermutlich ist es auch so, dass wir dasselbe in fünf Jahren
über die heutige Zeit schreiben werden.

Jedenfalls erprobten wir uns in der Bloggerei
und irgendwann war für Herrchen klar:
Hier ist die Grenze erreicht!
Es sind wundervolle Geschichten und Erinnerungen entstanden,
aber wir wollen ein anderes Design, bessere Optionen und wir wollten
unseren LeserInnen auch etwas bieten.
Immerhin gab es mittlerweile auch mehr Katzen, also mehr Geschichten
und Möglichkeiten, zudem hatten wir ja nun Erfahrung gesammelt.
Mit dem kostenlosen Anbieter könnten wir uns nicht mehr so entwickeln,
außerdem wäre so eine eigene Internetadresse (ohne xy.com) echt cool …

Der Miezenblog 2.0 (für uns und die Welt)

Wir zogen also hierher um, entdeckten neue Wege, probierten Dinge aus
und stießen auch mal an Grenzen.

Es entstanden plötzlich Freundschaften mit den anderen ‚bösen‘ Bloggern
und es machte wirklich Spaß.
Doch dennoch machten wir Fehler und aus so mancher Unachtsamkeit
und auch aufgrund mancher Angebote entstanden komische Situationen,
welche für ein Hobby (für uns) nicht tragbar waren.

So kam es, dass wir dieses Tagebuch eine Zeit lang in die „Schublade“ gelegt haben,
doch ganz vergessen konnten wir es nicht.
Immerhin waren zu viele Geschichten, Erinnerungen und auch Herzblut
damit verbunden.

Der Miezenblog heute

Der Katzenblog heute ist etwas anders, aber hööh Herrchen,
ich sollte doch eigentlich hier tippen oder nicht?

Mmh, gewisse Teile mal heute mal lieber nicht … :-)

Aber es stimmt schon, der Katzenblog heute ist etwas anders,
denn wir sind älter und besonnener geworden – auch die Katzen.

Social Media – toll oder?

Es hat sich einiges in Richtung Social Media verlagert,
trotzdem oder gerade deswegen sind wir der Meinung:
Es braucht Blogs!

In unserer heutigen Situation verrinnt Zeit so schnell,
da sollte man sich auch einmal fünf Minuten gönnen,
um einen guten Artikel zu lesen.

Diese Facebookpostings und WhatsApp-Nachrichten,
an welche wir uns so gewöhnt haben, sind zwar praktisch
aber haben – für uns – einfach keine „Seele“.

Oder wie viele der letzten Facebookpostings in Eurer Timeline
habt Ihr Euch wirklich gemerkt?

Ein Text jedoch hat eine gewisse Struktur, ein gewisses Eigenleben,
und man merkt sich Texte einfach besser.
Wenn selbiger dann noch einen Mehrwert bietet, umso besser …

Oder findet man es wirklich besser ständig auf „Mehr anzeigen“
in einem Posting klicken zu müssen, weil ebensolche nicht für einen
längeren Text ausgelegt sind?

144 Zeichen auf Twitter …
Dagegen ist dieser kurze Text ja wahrlich ein Roman,
aber reichen 144 Zeichen wirklich aus, um etwas auszusagen?

Auf Instagram die perfekten sechs Bilder um den besten Account vorzutäuschen,
womöglich noch mit gekauften Followern, damit es noch besser wirkt?
Darf denn ein Katzenstreukrümel nicht mehr zufällig fotografiert werden,
nur weil es eben gerade hier auf dem Boden liegt?

Klar, auch wir sind auf diesen Plattformen aktiv
und diese Plattformen haben auch viele positive Eigenschaften,
aber unsere Welt ist das nicht.

Unsere Welt

Unsere Welt ist genau diese digitale, weiße Fläche, welche wir gerade sehen,
um diesen Beitrag hier zu schreiben.

Wir schreiben und wir schreiben gerne, um jeden Leser einzuladen,
einfach mit uns in die Geschichte(n) einzutauchen.

Unsere Motivation ist es, unser Wissen zu teilen,
um gemeinsam an eben diesem Wissen zu arbeiten
und es noch besser zu vermitteln.

Unsere Motivation ist es, mit anderen Katzenbloggern lustige Ideen zu entwerfen,
um Euch diese gemeinsam näher zu bringen.

Wir haben in den vergangenen drei Monaten alte Freundschaften aufgefrischt
und neue Freundschaften geschlossen.
Es ist einfach toll, sich für ein gemeinsames Projekt einzusetzen,
ganz ohne die viel zitierten Klickzahlen fest im Auge zu behalten.

Diese Vernetzung bietet auch sehr viele Möglichkeiten für künftige Dinge,
auf welche wir zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht kommen würden.

Erst neulich kommentierten wir auf einem ganz neuen Katzenblog,
dessen Art und Idee schon verdammt witzig und lustig ist.
Es kostet nichts sich gegenseitig zu unterstützen und einmal
über den eigenen Tellerrand zu sehen …

Miezenblog-Egyptian-Mau-Katzenblog_f2

Hallo! Was gibt es bei Euch zu sehen?

Die Klickzahlen

Es ist nicht so, dass wir primär für die Klickzahlen schreiben, diese bringen uns relativ wenig.
Gleichwohl haben uns selbige in den letzten drei Monaten selbst überrascht,
dennoch ist das nicht wichtig.

Wir haben lieber 50 treue Leser im Monat, welche den Artikel auch bis zu seinem Ende
lesen, als 10.000 welche nur so durchrauschen.

Natürlich achtet man beiläufig auf die Zahlen des letzten Artikels, des letzten Monats, etc.
aber eigentlich wollen wir dabei nur wissen, welche Beiträge besonders gut rüberkamen.

Das liebe Geld

Ein Reizthema für viele, wir sehen das ganz locker.
Geld zu benötigen, wie es viele behaupten, um den Blog überhaupt zu führen,
ist schlichtweg falsch.

Natürlich kostet auch das Bloggen ein wenig Geld, aber in unserem Fall sind wir
(ohne Aktionen, Verlosungen, etc.) mit ca. 50 Euro (Hostinggebühren) im Jahr dabei.
Relativ wenig für ein Hobby, oder?

Dennoch, wieso sollte man nicht über gute Produkte (auch für Euch) berichten
und dabei auch noch ein paar Euro – für den Blog – einnehmen?

In Wahrheit ist es auch heute noch eigenartig, Mails von potenziellen Partnern
im Namen des eigenen Blogs zu beantworten.
Allerdings geht es mit ein wenig Einnahmen viel leichter, sowohl Euch als auch
ein paar gemeinnützige Projekte mit diversen Aktionen zu erreichen.

Dabei geht es nicht um „ich werde in 2 Jahren Millionär“,
sondern schlicht um die Freiheit das zu tun, was wir für sinnvoll und gut erachten.

Im Übrigen sind die bezahlten Summen in der Regel nicht utopisch,
sondern für die investierte Zeit und „Arbeit“ angemessen.

Was ist nur also der Miezenblog heute?

Der Blog heute ist einfach:
keine Regeln, keine Verpflichtungen, nur Spaß an der Sache
und sehen, was alles daraus werden kann.

Auch wenn ich es beeindruckend finde,
wenn Katzenbloggerkollegen teils mehr Fans, Follower etc. haben als
mein eigener Arbeitgeber (mit immerhin 4000 MitarbeiterInnen),
so strebe ich nicht danach.

Auch wenn es immer so vermittelt wird, Katzencontent geht eben nicht immer
und es steckt genug Herzblut und viel Zeit dahinter, um solche Zahlen zu erreichen.
Ein kleiner Blick und die Frage: „Wie geht das?“, spielt immer mit
aber Neid definitiv nicht – eher Respekt für die Leistung und den Einsatz.

Der Miezenblog morgen?

Miezenblog-Egyptian-Mau-Katzenblog_f3

Na Herrchen, was passiert denn morgen und was passiert eigentlich,
wenn ich durch diese offene Türe husche?

Was wird passieren?

Die Antwort ist, wir wissen es nicht!

Die Tür?
Entweder steht ein Löwe im Vorzimmer oder es kommt Besuch mit feinen Leckerlis?

Fest steht, wir haben noch so viele Ideen und Anregungen – das Notizbuch ist voll.

Wir werden wohl eine kleine Homestory „Kevin, ach ja Katzen allein‘ zu Haus“
drehen können. Leser, welche uns auch auf Facebook folgen, wissen bereits warum …

Wir werden wahrscheinlich an einer netten Geburtstagsaktion
eines anderen Katzenblogs teilnehmen …

Wir werden die Höhle der Löwen genau erkunden
und dort über eine revolutionäre Entdeckung berichten.
Das wird die Katzenwelt definitiv auf den Kopf stellen … :-D

Ganz sicher werden wir auch wieder gemeinsame Aktionen
mit anderen KatzenbloggerkollegInnen durchführen …

Eventuell enthüllen wir das Geheimnis rund um ein Dokument,
welches hier auf dem Schreibtisch im Computer rumgammelt …

Und last, but not least werden wir ein, in Katzenbloggerkreisen,
geradezu legendäres Büchlein mit unseren Gedanken füllen dürfen …

Hauptsache uns (und auch Euch) gefällt, was daraus wird!


Was haltet Ihr von diesem Plan?
Schnurrt es uns einfach zu!

Nutzt hierfür doch einfach unten die Kommentarfunktion,
das Kontaktformular oder unsere Facebookseite!

Liebe Grüße und auch Schnurrer

Felix & Cleopatra

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2 Kommentare

  1. Ein freudiges und schnurriges Hallo! Dieser Artikel ist wunderbar und sehr humorvoll geschrieben! :) Besonders die Anekdoten haben uns zum Miauen und Frauchen zum lachen/schmunzeln gebracht! Wir tapsen immer wieder gerne bei Euch vorbei um Euren tollen Blog zu besuchen, der uns sehr inspiriert! Viele schnurrige Grüße senden Spirit&Mystery und eh klar Frauchen Maria :D

    • Welch schnurriges Lob, vielen Dank dafür.
      Wir dürfen heute wiedermal unseren regelmäßigen Freigang zu den anderen Blogs machen und lassen Euch bestimmt nicht aus!
      Gibt es bei Euch Leckerli’s? ;-)
      Liebe Maunzer,
      Cleo, Manet & Matt (Herrchen ist nicht so wichtig)

Schnurr uns was ....