Die Samtpfoten und der kranke Dosenöffner

30. Oktober 2016

In den letzten Tagen konnte ich wieder einmal hautnah miterleben,
was die Samtpfoten so treiben, wenn das Herrchen krank und niedergerafft
im Bett liegt.

Ich muss schon sagen, ich bin eigentlich fast nie krank.
Im Prinzip war ich auch dieses Mal nicht krank, denn ich habe normal gearbeitet
und die Pausen dazu genutzt, um mich wieder zu erholen.

Normalerweise ist das kein Problem und schlage mich so durch,
nur in diesem Fall brauchte ich einfach ein wenig Ruhe, um wieder fit zu werden.

Ruhe allerdings, ist als Butler von/für drei Samtpfoten ein sehr dehnbarer Begriff,
denn selbige wollen oder brauchen eigentlich immer irgendetwas – selbst wenn
es nur ein wenig Aufmerksamkeit ist.

Allerdings merken die Katzen auch sehr schnell, dass man wirklich krank ist, und
passen sich daran an …

Die Samtpfoten & das Krankenzimmer

Zu allererst ist es schon einmal total unheimlich aber auch spannend,
wenn man zu Herrchen ins Kranken- oder auch Schlafzimmer darf.
Das ist normalerweise Sperrzone, zumindest wenn Mensch darin ist.

Da wir nicht in einem Palast leben, dürfen die Katzen zwar tagsüber rein,
aber nachts herrscht eine klare Raumaufteilung.

Lustigerweise erntet man dann schon ein paar zweifelnde Blicke,
wenn die Katzingers eben doch mal ins Bett hüpfen dürfen.
„Dürfen wir das jetzt wirklich?“

Von Krankheit, Schnupfen und Hustenattacken gezeichnet,
ist einem das als Mensch mal herzlich egal aber so leicht kommt
man bei den Samtpfoten dann auch wieder nicht davon …

Die Fellnasendoktoren auf Hausbesuch

Es könnte ja immerhin sein, dass Herrchen die Türe nur versehentlich
offen gelassen hat oder das er nur so tut, als wäre er nicht in der Lage
eine stundenlange Spieleinheit einzulegen.

Wenn Mensch also endlich einmal ruhig eingeschlafen ist, muss dies
auf jeden Fall näher untersucht werden.

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Herrchen bist du wirklich krank?

Ehe man sich versieht, hat man so einen feucht nassen, schwarzen Zinken
samt Schnurrhaargewirr im Gesicht, dessen eigentliche Funktion es nur ist,
zu prüfen ob der Dosenöffner – mangels Bewegung – überhaupt noch lebt.

Nach einer ersten genervten Reaktion ist natürlich nie etwas gewesen,
man wollte sich doch schließlich nur noch etwas mehr Platz für den
gepflegten Samtpfotenkörper verschaffen.

Wärmflasche auf Katzenart

Immerhin braucht man diesen Platz ja auch, denn man muss sich ja immerhin
auch möglichst nah an den kranken Zweibeiner anschmiegen.
Jeder Zwischenraum und sei er auch noch so klein, könnte einen Verlust der
wärmenden Wirkung von Katzenfell zur Folge haben.

Zudem wäre dies auch äußerst dramatisch, da auch die vibrierende Funktion
so manch eines Schnurrers verloren gehen würde …

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Ob der kranke Zweibeiner nun aufgrund dieser Situation aufgrund Platzmangels
fast aus dem Bett fällt oder wegen akuter Hitzewallungen an eine Fiebermessung denkt,
wird da natürlich zur Nebensache.

Rundumversorgung durch die Samtpfoten

Das Argument mit dem aus dem Bett fallen, hinkt aus Katzensicht ohnehin etwas …

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Schließlich bewacht Katze 1 (Matt) den Bettrand, während Katze 2 (Manet) die Bettdecke
effektiv beschwert, sodass diese auf keinen Fall verrutschen kann.
Katze 3 (Cleopatra) sorgt schließlich dafür, dass sich der kranke Zweibeiner selbst möglichst
keinen Millimeter mehr rühren kann, um sich nicht unnötig anzustrengen.

Die Tatsache, dass der kranke Mensch schon förmlich am anderen Bettrand balancieren muss,
wird hierbei getrost ignoriert, denn immerhin ist Herrchen ja rundum umsorgt.

Amüsante Nebeneffekte der Krankheit für Samtpfoten

Mangels Unterhaltung oder auch aufgrund der anstrengenden Versorgungstätigkeit
werden auch so manch lustige Nebenschauplätze der menschlichen Krankheit
ohne ein Zwinkern ausgenutzt.

Der Teebeutel

Ab und an kam so ein unheimlicher Beutel ins Spiel, welcher in heißem Wasser
eine heilende Wirkung erzielen sollte.

Selbiger wurde allerdings von den Samtpfoten auch schnell als attraktive Nebenbeschäftigung
im Sinne der Nachhaltigkeit entdeckt, immerhin mussten sämtliche Inhaltsstoffe
dieses Beutels komplett verwertet werden …

Nur in diesem heißen Wasser zu baumeln, war nicht genug.
So musste der Beutel zuerst gerettet werden, um dann mit einem klatschenden Geräusch
am Fußboden des Krankenzimmers zu landen.
Dort wurden sogleich noch einige gesunde Stoffe per Pfote herausgedrückt, um den Beutel
schließlich einer artgerechten und biologischen Entsorgung in der eigenen Wasserschüssel
zuzuführen.

Taschentücher

Diese weißen Fetzen wurden selbstschnurrend gleich als Krankheitsherd ausgemacht.
Daher mussten diese gebrauchten Papierdinger umgehend vollständig vernichtet werden,
um auch noch das kleinste Bakterium restlos zu beseitigen.

Kabel

Um durch die Krankheit keine Taler (welche für Futter bestimmt sein könnten) zu vergeuden,
müssten sämtliche Kabel umgehend eingeschüchtert werden.
Natürlich kann es nicht angehen, dass diese genüsslich Strom fressen, während wir hungern.

Mensch wurde gesund

Also wir müssen schon schnurren, dass wir hervorragende Krankenkatzen sind.
Schließlich wurde unser Herrchen wieder gesund und rennt jetzt wieder auf seinen
Zweibeinerstelzen herum.

Allerdings müssen wir auch maunzen, dass unser Dosenöffner wirklich tapfer war.
Immerhin hat er während seiner Krankheit mit uns die Kittycobra Katzenangel getestet
und verhungert sind wir auch nicht.
Lediglich der Blog kam etwas zu kurz, aber das ändert sich jetzt wieder, ist ja klar.

Bewertung der Pflegekatzen vom Zweibeiner

Es ist immer erstaunlich, wie sich die Samtpfoten
auf verschiedene Situationen einstellen können.
Sie merken es auf jeden Fall, wenn man krank ist,
und passen ihr Verhalten daran an.

Normalerweise liegen nie alle drei Katzen freiwillig und friedlich zusammen.
In diesem Fall haben sie allerdings wohl meine Krankheit gemerkt und sich
zusammengerauft.

Natürlich kann es auch nervig sein, das Bett mit drei nicht gerade platzsparenden
Katzen zu teilen aber es war auch irgendwie angenehm.

Generell waren die Miezen auch irgendwie rücksichtsvoller und ruhiger als üblich.
Schon bewundernswert, wie diese Fellknäuel so handeln, wenn der eigene Dosenöffner
krank ist.


Habt Ihr schon ähnliche Erfahrungen gemacht?
Wie verhalten sich Eure Haustiere, wenn Ihr krank seid?

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Liebe Grüße und Schnurrer

FelixCleopatraManet & Matt 

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