Die Fliege Sepp

29. Juni 2016

Heute hatten wir Besuch bei uns im Revier, eine Fliege kam herein
und beschäftigte uns ganz schön …

Eigentlich wollte unser Herrchen mit uns ja Futter und Spielsachen testen,
doch bei dieser Hitze machten wir ausnahmsweise nicht mit (aber wir holen es nach – Pfote drauf).

Trotzdem war der heutige Tag richtig spannend und lustig, warum und wieso berichte ich Euch jetzt.

Matt schnurrt:

Der Tag selbst war nicht ziemlich außergewöhnlich, unser Herrchen war in der Arbeit um die Taler
für unsere Luxusgüter zu verdienen und wir lagen die meiste Zeit faul rum, so wie sich das eben gehört.
Findet Ihr nicht?

Es war doch ziemlich heiß, daher waren wir gar nicht motiviert, auch nur eine Pfote mehr als nötig zu bewegen.
Wir machten es uns einfach bequem, schoben die ein oder andere Spielmaus hin und her,
mehr aber auch nicht.

Richtig spannend und lustig wurde es jedoch, als unser Herrchen wieder heimkam.
Nicht wegen Herrchen, warum auch?
Aber gerade als er uns unseren wohlverdienten (*schwör*) Nachmittagshappen hinstellte,
passierte es …

Summ, summ summ!
Eindeutig ein Eindringling, eine Fliege, welche sich sogleich in rotzfrecher Art über unser Futter hermachte.
Solch eine dreiste Vorgehensweise konnten wir natürlich nicht akzeptieren.

Um koordinierter Vorgehen zu können, einigten wir uns kurzerpfote die Fliege „Sepp“ zu nennen
und mit allen Mitteln zu jagen.

Unser Herrchen war gar nicht davon gar nicht begeistert, warum wird er Euch weiter unten noch erklären.
Aber auf Herrchen hörten wir zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr,
immerhin musste Sepp verfolgt und erlegt werden …

Fliege Post 60_Foto 2

Es galt Fliege „Sepp“ ganz genau zu verfolgen, um den richtigen Zeitpunkt zum Angriff nicht zu verpassen.
Wir teilten uns daher strategisch auf, um Sepp auf keinen Fall entwischen zu lassen …

Fliege Post 60_Foto 3

Was?
Nein, wir dürfen normalerweise nicht auf den Tisch aber in diesem Fall
mussten wir uns einfach über alle Regeln hinwegsetzen.
Außerdem versuchte Manet ja nur, zu meditieren.
Irgendwie klappte es aber nicht so recht …

Klar, dieses ständige „Summ, summ, …“ ist ja auch ziemlich nervig,
mit schnurrigen Tönen geht das eindeutig viel besser.

Fliege Post 60_Foto 4

Natürlich beteiligte sich auch Cleo, betont unauffällig, an unserer Jagd.

Doch diese Fliege „Sepp“ war zäh und hatte zusätzlich unfaire Vorteile,
wer fliegt denn auch schon durch die Hütte?
So kam es, dass nach gefühlten 15 Schnurrminuten – in höchster Anspannung und total motiviert –
noch immer kein Jagderfolg vorzuweisen war.

Irgendwann wurde es unserem Herrchen dann „zu bunt“ und er befreite „Sepp“,
indem er eine dieser Glasscheiben aufmachte.

Wir fanden das gar nicht so lustig, trotzdem war so wenigstens unser gutes Futter in Sicherheit.
Es kann ja nicht angehen, dass hier irgendjemand kommt und unser Futter wegfuttert!

Wie seht Ihr das, unsere Schnurrkollegen bei Euch lassen sich das doch sicher auch nicht gefallen, oder?

Liebe Schnurrer, Matt

Warum wir (eigentlich) keine Fliegen jagen sollen:

Fliegen an sich sind nicht unbedingt gefährlich für Katzen,
auch wenn die „Beute“ anschließend verzerrt werden sollte.
Selbst möchte man sich natürlich nicht unbedingt vorstellen, was die Fliege davor gegessen oder gemacht hat,
aber bei einer gesunden Katze ist das eigentlich kein Problem.

Eine Fliege stellt lediglich einen kleinen Snack mit ein paar Proteinen dar.

Üblicherweise frisst eine Katze keine Beute (Fliegen, Insekten, usw.) welche schädlich für sie selbst ist.
Zu beobachten ist dies im Alltag unter anderem auch gut daran, dass Futter welches länger ungeschützt steht,
nicht mehr so beliebt ist.
Wenn das Futter gar verdorben ist (aus welchen Gründen auch immer),
wird es von einer gesunden Katze, welche nicht halb verhungert ist, auch nicht mehr angerührt werden.

Auch in freier Wildbahn hat (oder hätte) man keinerlei Einfluss darauf, was die Katzen fressen.
Daher kann man grundsätzlich auf den natürlichen Instinkt einer Katze vertrauen:
Eine Katze frisst Fliegen (und weitere Insekten) nur dann, wenn sie ihr auch bekommen.

Das Problem ist eher Folgendes:

Es fängt mit Fliegen und anderen „unerwünschten Gästen“ an,
doch was wenn Bienen, Hummeln, Wespen, usw. wortwörtlich „ins Spiel“ kommen?

In der freien Natur würde eine Katze durch Ausprobieren oder besser Erfahrungen lernen,
doch welche/r Katzenhalter/in wünscht sich eine Katze mit Bienenstich auf der Couch?

Es ist mitunter zwar wirklich sehr lustig und spannend zu beobachten, wenn Katzen ihrer Beute nachstellen,
allerdings ist es eben manchmal auch besser und im Sinne der Katze dies zu unterbinden.

Ganz abgesehen davon, dass dadurch eventuell auch einige Teile menschlicher Einrichtung
„gerettet“ werden können …

Eine Katze auf der Jagd ist eben nur noch auf der Jagd.
Es ist schön diese natürlichen Instinkte zu beobachten, allerdings sind eben solche nicht immer
mit unseren menschlichen Nerven in Einklang zu bringen. :-)

4 Kommentare

  1. Das Dosinchen entlässt Fliegen leider auch immer in die Freiheit… was wir so gar nicht verstehen wollen. :(
    Dabei könnte es doch sooo lustig werden.^^
    Schnurrer von Kimbi & Energy

    • Schnurr Kimbi & Energy,
      wir sollten uns in dieser Fliegensache eindeutig gegen unsere Nacktnasen durchsetzen.
      Diese Fliegen sind ja auch viel interessanter als jedes Spielzeug…
      Nasenstupser
      Cleo, Manet & Matt

  2. Oh ja, das mit den Wespen und Bienen kennen wir. vor ein paar Wochen hatte sich eine Wespe durch das Fliegengitter geschmuggelt und dann haben Leo und Lyn die Wespe gejagt und ich Leo und Lyn. damit sie sich bloß keine dicke Nase holen oder sie versuchen zu fressen. das passiert nämlich bei Leo gern. Hmm da bewegt sich was, schmeckt bestimmt, und schon ist es im Mund Liebe Schnurrer Leo, Lyn und Sabine

Schnurr uns was ....