Eine etwas andere Katzengeschichte …

12. September 2016

Eigentlich hatten wir Katzen ja heute einen eigenen Beitrag geplant,
doch jetzt möchte Euch unser Herrchen eine etwas andere Katzengeschichte
erzählen …

Welche Katzengeschichte?

Das ist etwas schwer zu beschreiben, denn diese Geschichte
begann vor etwa zwei Monaten und versprach ein Happy End.
Doch leider erwies sich das Schreiben der Geschichte als schwierig und
so kam es, wie es (momentan für uns) kommen musste:
Es gibt vorerst kein Happy End …

Trotzdem werden wir weiter an dieser Katzengeschichte schreiben,
um ein wirklich tolles Happy End zu erreichen!

Um was geht es in dieser Katzengeschichte?

Der Anfang

Nun alles begann mit der gemeinsamen Spendenaktion für Katze „Sausewind“.
An dieser Aktion haben sich neben uns auch viele andere Katzenbloggerkollegen
beteiligt. Die Aktion war toll und wir entschlossen uns,
selbige einfach weiterzuführen.

Tieren zu helfen, welche einen nicht so tollen Start ins Leben hatten oder
durch andere Gründe momentan benachteiligt sind und Hilfe benötigen,
fanden und finden wir super.

Allerdings wollten wir lokale Tierschutzorganisationen und -vereine
fördern, denn auch bei uns gibt es leider ärmere Tiere.
Natürlich wollen wir genau diese Tiere nicht vergessen.

Kleinere Vereine/Organisationen und engagierte Menschen sollten es sein,
welchen wir jeweils x mal 7 ct* als kleine Hilfe zukommen lassen wollten.

Anmerkung*:
Für jeden Follower auf unseren sozialen Medien
am Ende eines festgelegten Zeitraums.

Wir waren voller Tatendrang und recherchierten acht(!)
verschiedene Vereine und Organisationen in der näheren Umgebung.
Parallel dazu veröffentlichten wir am 16. Juli diesen Artikel,
um möglichst viele Menschen zu erreichen und entsprechende
Likes etc. auch sofort mitzählen zu können.

Selbstverständlich sollten die Vereine/Organisationen auch besucht und
im Rahmen von Blogbeiträgen transparent vorgestellt werden.

Der Hauptteil der Geschichte

Der Hauptteil der Geschichte war uns wohl die größte Überraschung
und wahrscheinlich auch eine der größten Enttäuschungen.

Um alles zeitlich unter einem Hut zu bringen, schrieben wir alle acht
Kandidaten per Mail an …

Wir stellten uns und die Aktion kurz vor und baten um einen persönlichen Termin.
Natürlich wollten wir uns die jeweilige Situation anschauen, immerhin sollten
und sollen keine „schwarzen Schafe“ unterstützt werden.

Zusätzlich wollten wir die Organisationen vorstellen und wenn nötig auf etwaige
Notfälle hinweisen und/oder selbige direkt unterstützen.

Die Rückmeldungen

Gleich vorweg sei erwähnt, dass primär vorerst einmal eines im Postfach vorherrschte:

Stille!

Etwas irritiert schrieben wir teilweise nochmals ein Mail mit der Bitte um Antwort.
Ingesamt verfassten wir überhaupt sehr viele Mails an diese acht Empfänger …
Um genau zu sein, waren es 97 Stück.

Dies alleine erschein uns schon ungewöhnlich,
muss ich als Anbieter von Hilfe und Mitteln einen wahren Mailmarathon durchlaufen?
Welche Meldungen und Kommentare dann jedoch retour kamen, erschütterten uns noch mehr …

Nachfolgend einige Auszüge aus diesen Mails …

„Sie mit Ihrer Internetseite verdienen doch Tausende Euro im Monat,
was sollen wir mit 7 ct pro Like anfangen?“

Ich würde es noch verstehen, wenn nicht jeder etwas mit dem Begriff „Blog“
etwas anfangen kann.
Hier nachzuhaken wäre völlig in Ordnung gewesen.
Jedoch gleich solche Behauptungen aufzustellen, welche definitiv nicht der Wahrheit
entsprechen, fanden wir schon etwas dreist.

Zudem stellen wir die Frage in den Raum:
Wäre es grundsätzlich nicht toll, mit einer Internetseite ins Gespräch zu kommen,
welche Tausende Euro verdient und mein Projekt unterstützen möchte?

In der Realität ist es übrigens so, dass man manchmal durch Kooperationen
ein paar Einnahmen verzeichnen darf.

Allerdings bewegen sich diese Beträge weit entfernt von Tausenden Euro
und fließen beinahe zu 100 % wieder in den Blog zurück.
Gerade dies ermöglicht es uns, Aktionen wie diese problemlos durchzuführen …

Problem: Persönlicher Besuch?

„Warum wollen Sie uns persönlich besuchen?
Entnehmen Sie die gewünschten Informationen doch unserer Homepage …“

Dies war tatsächlich eine der häufigsten Rückmeldungen.

Also ich als Privatperson (und erst recht als Blogger) verschaffe mir gerne
einen persönlichen Eindruck von den Dingen.

Die einzige Homepage, wo ich mir gewünschte Informationen hole,
ist gelegentlich jene eines großen Versandhändlers
um diverse Produkte zu vergleichen.

Bei solch einer Antwort frage ich mich persönlich:
„Gibt es auf dieser Homepage auch einen Warenkorb für Katze Mimi?“

Um meinen Wunsch zu erklären, schrieb ich daraufhin meist zurück:

„Es wäre toll, Sie und Ihre Organisation näher kennenzulernen. 
Natürlich könnte ich Sie besser vorstellen und evtl. auch das ein oder andere Tier
in den Artikel mit aufnehmen.
Vielleicht findet sich ja ein schönes Zuhause unter meinen LeserInnen …

Grundsätzlich entnehme ich in dieser Sache keine Informationen von Webseiten,
finden Sie diese Vorgehensweise in diesem Kontext nicht auch etwas unpersönlich?“

Eine exemplarische Antwort darauf lautete wie folgt:

„Unter Ihrer begrenzten Leserschaft wird sich wohl kaum ein geeigneter Platz
für eines meiner Tiere finden lassen …“

Nun es sind vielleicht nicht Tausende von LeserInnen hier unterwegs,
aber reicht nicht ein/eine LeserIn völlig aus, um ein tolles Zuhause zu finden?

Die restlichen Rückmeldungen ersparen wir Euch einmal,
zu selbigen passt Matt’s Blick allerdings am Besten:

Katzengeschichte-egyptian-mau-katzenblog_f2

Verwunderung!

Das Zwischenergebnis

Von insgesamt acht Kandidaten war lediglich eine Organisation bereit sich besuchen zu lassen.
Selbiger – einer Tiertafel – haben wir einen Wäschekorb voll mit Katzenfutter mitgebracht.
Das Futter wurde dankend angenommen und natürlich auch verteilt.

Allerdings hat diese Tiertafel auf unsere Mithilfe sehr ehrlich verzichtet,
da diese bereits von mehreren Sponsoren unterstützt wird.

Aber ist es wirklich möglich, dass sich nur eine von acht Stellen meldet?
Ja, offensichtlich!

Das Happy End der Geschichte?

Keine Frage, es wird dennoch ein Happy End geben!

Wir verlängern die Aktion „Helft uns (auch weiterhin) zu helfen!
hiermit bis 31. Dezember 2016.

Wir werden in dieser Zeit andere Organisationen finden,
welche sich für das Wohl der Tiere einsetzen
und dringend Unterstützung benötigen.

Wir hoffen, dass wir nur eine schlechte Wahl getroffen haben, und lassen
uns künftig gerne von positiven und konstruktiven Erlebnissen
überraschen.

Trotz allem werden wir die betroffenen Organisationen
nicht namentlich nennen, denn (es sollte) hauptsächlich um die Tiere gehen
und nicht um das Ego gewisser Menschen.

Die Tiere wiederum können für die Handlungen gewisser Menschen einfach nichts dafür!
Trotzdem finden wir es sehr schade solch eigenartige Rückmeldungen bekommen zu haben
und waren teilweise auch wirklich schockiert.

Das diese Rückmeldungen ausschließlich von Organisationen
aus unserer Heimatstadt kamen, erschüttert uns zusätzlich.


Da es uns aus den oben beschriebenen Gründen leider nicht möglich war,
einzelne Organisationen näher vorzustellen, wurde dieser Artikel leider notwendig.

Wir ersuchen Euch trotzdem, weiterhin so engagiert mitzulesen
und auch unsere sozialen Kanäle zu verfolgen.
Künftig gibt es auch wieder lustige Katzengeschichten – versprochen!

Wir werden definitiv Organisationen finden, wo entsprechende Mittel
am richtigen Platz sind und auch für die Tiere eingesetzt werden.

Seid Ihr eine solche Organisation oder kennt Ihr wirklich engagierte Menschen,
Vereine oder sonstige Institutionen, welche sich für den Tierschutz einsetzen?

Dann nutzt doch einfach unten die Kommentarfunktion, das Kontaktformular
oder unsere Facebookseite und redet mit uns!

Liebe Grüße und Schnurrer

FelixCleopatraManet & Matt

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4 Kommentare

  1. Ein schnurriges Hallo! Danke für diesen offenen Artikel! Lasst Euch nicht entmutigen oder niedermachen, es gibt sicher viele Vereine bzw. Menschen die sich sehr über soviel Hilfe und Unterstützung freuen!! Euer Einsatz ist absolut ehrenwert und zum schnurren! Ihr schafft das schon! Viele schnurrige Grüße senden Euch Spirit&Mystery ink. Frauchen :D

    • Also wir machen ja relativ viel aber uns entmutigen lassen wir uns ganz sicher nicht.
      Aber es hilft manchmal ein wenig sich den momentanen Ärger von der Seele zu schreiben,
      allerdings fand uns der Ärger wohl total unsympathisch und ist schon wieder abgehauen …
      Liebe Grüße & Viele Schnurrer
      Felix & das Katzentrio

  2. Huhu Felix und Schnurrtrio!
    Wow, dein Artikel hat mich jetzt echt etwas sprachlos zurückgelassen. Wieso bekommt man auf ein freundliches Hilfsangebot so den Mittelfinger gezeigt? Ich weiß dabei gar nicht, was ich besser finde – die Unterstellung, du als Blog-Millionär würdest zu wenig von deinem Gewinn abgeben, oder aber die, dass ein Blog mit weniger als 10.000 täglichen Besuchern sowieso nichts bewirken kann… Dass du dir vor Ort keinen eigenen Eindruck machen darfst, spricht dabei schon hart dafür, dass es was zu verbergen gibt. :D
    Nimm’s mit Humor und mach mit deinem tollen Engagement weiter! Bis Ende des Jahres finden sich noch Orgas, die eure Hilfe zu schätzen wissen, da bin ich ganz sicher. :)
    Liebe Grüße und dicke Knuddler an die Miezen!
    Laura + Fellgiganten

    • Also wir haben beschlossen gar nicht mehr näher darüber nachzudenken und unsere schönen Augen
      auf die nächsten Orgas zu richten. Aber du hast natürlich vollkommen recht,
      es ist dabei nur schade das es eigentlich um die Tiere gehen sollte und nicht um gewisse Vorstellungen
      dieser Menschen.
      Liebe Grüße & Knuddler zurück
      Felix und das Katzentrio

Schnurr uns was ....