Wie ich zu drei Katzen kam (Teil 1)

27. Juli 2016

Zugegeben, es fällt schwer über Katzen zu berichten, wenn diese regungslos auf dem Fensterbrett verweilen.
Matt lebt zwar noch aber er und Kumpel Manet ziehen es derzeit vor, auf dem faulen Fell zu liegen. :-)

Das ist zwar nicht sehr spannend aber dennoch eine gute Gelegenheit um eine nette LeserInnenfrage
ausführlich beantworten zu können.

Helga K. schrieb uns per Mail:

Liebes Katzenblogherrchen,
habe Euren Blog entdeckt und finde ihn wahnsinnig toll.
Überlege mir selbst Fellnasen anzuschaffen ...
Nur wie kommt man zu gleich drei(!) Katzen?
Wie funktioniert das im "täglichen Leben"?

Vorweg einmal vielen Dank für das Mail und das (positive) Feedback.
Es freut uns immer, wenn wir direkt von unseren LeserInnen, also von Euch, „hören“
und in Kontakt treten können.

Ich finde diese Fragestellung persönlich interessant, wenn auch – aus meiner Position – etwas lustig.

Da die Thematik aber auch für künftige KatzenhalterInnen sehr wertvoll sein kann,
werde ich diese Fragestellung in mehrere Blöcke aufteilen und in einzelnen Beiträgen beantworten.
Dies gibt mir die Möglichkeit auf einzelne, wichtige Aspekte gesondert einzugehen.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und auch ich habe Fehler gemacht.
Ich werde auf diese Fehler näher eingehen, damit es Euch nicht ebenso ergeht
oder besser Euch manche Fehler gleich nie passieren werden.

Also legen wir gleich einmal los …

Wie ich zu drei Katzen kam?

Nun, es stand nie auf meiner persönlichen „Ziele-Liste“ einmal Dosenöffner
von drei Katzen zu werden oder Ähnliches.

Dennoch wollte ich schon immer eine Katze, diese schnurrigen Wesen faszinierten mich einfach
seit meiner Kindheit und mir war früh bewusst: „Irgendwann möchte ich eine Fellnase.“

Meine Eltern waren (leider) immer eher „Hundemenschen“,
daher war die Anschaffung eine Katze praktisch nie eine Option in meinem Elternhaus.

Als ich dann meine erste eigene Wohnung bezog, war es von der privaten Vermieterin nicht erwünscht bzw.
per Mietvertrag verboten eine Katze zu halten.
Doch wie es mit der ersten Wohnung eben so ist, es war keine Luxusherberge,
es traten rasch gewisse Mängel auf und ein neuerlicher Umzug stand relativ schnell zur Diskussion.
Wie wohl die meisten ersten Wohnungen war auch diese eben nicht für die Ewigkeit gedacht.

In der jetzigen Wohnung allerdings, war das Katzenthema anfangs gar nicht mehr so aktuell,
hin und wieder wünschte ich mir ein wenig Gesellschaft, aber das war es auch schon.

Ohne (Katzen-)Erfahrung etc. war eine Katze jetzt nicht unbedingt mein Hauptziel.
Doch das änderte sich ganz unerwartet und plötzlich quasi binnen Stunden …

Der Film „Catwoman“

Eines Abends zappte ich durchs Hauptabendprogramm und landete beim Film „Catwoman“.
Da keine wirkliche Alternative angeboten wurde, verfolgte ich den Film beiläufig …

Keine Frage, der Film war nicht unbedingt der Knüller, aber eine Sache faszinierte mich dann doch:
diese Katze!

Es war regelmäßig eine silberfarbene, gepunktete Katze mit grünen Augen namens „Midnight“ zu sehen.
Ich hatte diese Rasse noch nie gesehen und dachte zuerst an einen Effekt der Marke Hollywood …

Katzen-Egyptian-Mau-Katzenlog Post 65_Foto 2

Quelle: Pinterest/NationwidePet/

Als jedoch in einer Filmsequenz die Rasse dann doch relativ genau beschrieben wurde und sogar deren Name fiel,
war mein Interesse vollends geweckt.

Eine „Ägyptische Mau“, toll.
Entgegen jeder Regel musste ich so eine Katze unbedingt haben
und befragte sogleich Google nach dieser Rasse.
Meiner Euphorie folgte die Ernüchterung zunächst praktisch sofort.
Ich las Dinge wie: „eine der seltensten Katzenrassen der Welt, nur sehr wenige ZüchterInnen weltweit“ etc.

War ja wieder klar, einmal gefällt mir „etwas“ und dann ist es gleich wieder
eines der exklusivsten „Dinge“ überhaupt.
Doch so schnell wollte und konnte ich nicht aufgeben …

Katze Nummer 1 – Cleopatra

Nach gefühlt endloser Recherche, wenig deutschen Quellen
und noch weniger Hinweisen auf ZüchterInnen dieser Rasse,
fand ich ungefähr eine Handvoll Züchter in Europa
davon ganz genau eine einzige Züchterin in Österreich.

Grundsätzlicher Hinweis:
Es ist nicht unbedingt zu empfehlen, bei der „erstbesten“ Zucht eine Katze zu kaufen.
Man sollte sich lieber ausreichend informieren und mit mehreren ZüchterInnen in Kontakt treten.

Doch in diesem speziellen Fall blieb mir schlichtweg keine Wahl …

Nach einer langen Bedenkzeit fasste ich mir ein Herz und schrieb ein Mail (gefühlte 10 Seiten).
Es folgte ein langer Kontakt und eine – subjektiv gesehen – ewige Wartezeit.

Schließlich jedoch durfte dieses kleine Fellknäuel – Katze Nr. 1 „Cleopatra“ – endlich einziehen …

Katzen-Egyptian-Mau-Katzenblog
Allerdings war „Cleopatra“ das letzte Kitten des Wurfes und somit vorerst Einzelkatze.
Aufgrund meiner damals nicht so großen Katzenerfahrung dachte ich mir vorerst wenig dabei.
Immerhin war die süße Babykatze da, alles war gut und man konnte Erfahrungen sammeln …

Haltung einer Katze als Einzelkatze?

Aufgrund der oben beschriebenen Situation blieb mir anfangs keine Wahl
und zugegeben es war – aus menschlicher Sicht – auch irgendwie praktisch
mit einer einzelnen Katze.

Ich bin sicher nicht „militant“ und kann jeden verstehen, der es auf diese Art probieren will.
Speziell ohne Erfahrung ist es sicher einfacher, wenn man sich vorerst nur auf eine Katze konzentrieren muss.

Rückblickend aber war es ein riesiger Fehler und ich würde es nie wieder machen.

Eine Katze ist einfach nicht dafür geschaffen, alleine gehalten zu werden.
Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob das überhaupt für irgendein soziales Lebewesen zutrifft,
aber speziell eine Katze braucht einfach einen Spielkameraden.

Katzen sind zwar Einzeljäger aber noch lange keine Einzelgänger!

Mensch vs. Zweitkatze

Es ist uns Menschen einfach nicht möglich, einen Katzenkollegen zu ersetzen.

– man kann nicht so spielen, wie Katzen untereinander spielen.
– Menschen kuscheln nicht so, wie Katzen untereinander kuscheln.
– es ist unmöglich eine Katze so durch die Wohnung zu jagen, wie es Katzen tun.
– wir können mit einer Katze nicht so zu reden, wie Katzen untereinander „reden“.
– usw. usw.

Man kann eine Zweitkatze einfach niemals ersetzten, egal unter welchen Umständen.
Im Gegenteil, je länger man eine Katze als Einzelkatze hält, umso schwieriger wird es.

Es ergeben sich automatisch Probleme wie zum Beispiel:

– Unsauberkeit
– Lustlosigkeit der Katze
– Zerstörungswut durch Langeweile
– oder sonstige Nebenwirkungen durch die „Einzelhaft“.

Bei uns war es nicht so schlimm, aber es reichte mir schon zu sehen, wie lustlos „Cleopatra
nach einiger Zeit am Kratzbaum herumlungerte.

Die Entscheidung für eine zweite Katze war als keine Frage, ob Mensch will,
sondern eher, weil die Katze unbedingt einen Spielkollegen braucht.

Mehr dazu allerdings im nächsten Teil dieser Beitragsreihe!


Ich hoffe, der Beitrag konnte Euch einen ersten kleinen Einblick in den Beginn
meiner Katzenleidenschaft gewähren und war auch ein wenig informativ.

Diese Reihe wird schnellstmöglich fortgesetzt,
also hängt Euch am Besten an unsere Pfoten, damit Ihr nichts verpasst!

Unter welchen Umständen seid Ihr den Miezen verfallen?
Erzählt uns Eure Geschichte!

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oder teilt uns Eure persönliche Katzenstory auf unserer Facebookseite mit!

Liebe Grüße und Schnurrer

Felix, Cleopatra, Manet & Matt

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6 Kommentare

  1. Hallo Felix,
    toll, dass du deiner süßen Cleopatra kätzische Gesellschaft geholt hast! :) Ich bin gerade selber wieder unverhofft Frauchen eines Trios geworden… Nachdem mein einer Kater gestorben ist, war mein Verbliebener alleine, und das ging einfach nicht. Dieses lustlos am Kratzbaum Herumlungern habe ich beim Lesen total wiedererkannt, mein Großer hier konnte das während der Warterei auf Zuwachs nämlich auch super. Tut einem irgendwann wirklich in der Seele weh, das ansehen zu müssen.
    Ich freu mich auf den nächsten Teil der Reihe – tolle Miezen hast du! :)
    Liebe Grüße
    Laura samt Fellgiganten

    • Vielen Dank für deinen netten Kommentar. Unser Herrchen hat gerade selbst Urlaub und hat sich einfach mal 1 bis 2 Tage Blogurlaub genommen, kannst du dir das vorstellen?
      Aber wir basteln schon am nächsten Teil der Reihe – kommt auf jeden Fall diese Woche.
      Einen tollen Blog hast du – wieder etwas entdeckt … :-)
      Liebe Grüße
      Felix, Cleopatra. Manet & Matt

  2. Schnurrbidu ihr :)

    Wer kann uns schon wiederstehen *hehe*

    Hier war es der Fall, dass Frauli Catsitting bei den Katzen von ihrem Bruder machen musste. Die waren dann öfters mal bei Frauli zu Besuch. Da wurde sie dann wohl verzaubert.
    Sie ist nämlich mit Hunden aufgewachsen und hatte sie in Planung einmal ihr Leben mit Katzen teilen zu müssen.

    Herrli, der kam nachdem unser ewig geliebter und tief im Herzen verankerte Katerle Felix. Somit hatte Kater vorrang. Inzwischen ist Herrli ganz narrisch mit uns und lässt im Gegensatz zu Frauli einiges durchgehen *hehe*

    Nasenstumper
    Shadow, Ernie, Monti, Felix

Schnurr uns was ....