Berlin haben wir zum Fressen gern!

10. Mai 2015

Vor einigen Tagen:

Unser Mitbewohner bekam eine ganz nette Postkarte aus Berlin von einer guten Freundin von uns.
Er hat sich voll gefreut und bedanke sich natürlich auch artig via Whats App.

Die Karte lag ein paar Tage am Schreibtisch rum, dann zeigte er diese sogar unseren Nachbarn
(Anm. der Schurrredaktion: die mit den netten Her[t]zkatzen, vielleicht pföteln die ja auch mal hier).

Anschließend blieb die Ansichtskarte mit dem tollen Bildchen drauf auf dem Couchtisch liegen.
Das passiert bei unserem Dosenöffner öfter, nur die wertvollen Dinge und das ganz laute Spielzeug sperrt er immer weg.
Diese tollen Sachen kommen dann immer in diese kleinen Holzkisten (bei Euch heißen die Schubladen).
Meistens holen wir das Zeug dort gleich wieder raus, aber verpetzt uns nicht.
Euch kann man doch trauen, oder?

Die nette Karte bleib jedenfalls auf dem Tisch liegen, dass ist eigentlich schon eine Aufforderung
damit zu spielen, oder wie seht ihr das?

Heute (es war noch ganz dunkel und schwarz hinter dieser Glasscheibe)

Wir gingen zum Angriff über und fauchten die Karte von allen Seiten an.
Die Karte allerdings – “Berlin” stand drauf – fauchte nicht zurück und wehrte sich auch sonst nicht.
Wir fragten uns kurz ob “Berlin” etwa schon tot sei, zugegeben etwas enttäuschend, dennoch praktisch.

“Berlin” war also offenschnurrig tot und konnte sofort gegessen werden,
doch hatten wir so ein “Berlin” noch nie gekostet…
Wo also anfangen?

Nach langem Miaue entschieden wir uns für die Seite mit dem Wasser…

Der Berliner Dom und einige andere Stücke mussten schnell dran glauben – bäh staubtrocken – igitt.
Auf der andere Seite von “Berlin” war’s leider auch nicht besser, “Berlin” war einfach nicht genießbar
und noch trockener wie manch ein Leckerli.

Schnell hatten wir wahnsinnig viel Durst und kosteten sogleich aus dieser Spree,
jedoch klappte selbst das nicht.
Dieses “Berlin” war uns nicht mehr geheuer und ging uns schnell an den Schurrhaaren vorbei.
Uns bleib nur die Gewissheit, dass “Berlin” bei der Sache auch nicht gerade gut davon gekommen ist ….

Berlin Post 41_Foto1

Heute (nach dem Geläute von diesem doofen Wecker)

Unser Dosenöffner wackelte mit verschlafenen Nacktnasengesicht aus seinem Schlafzimmer.
Akzeptieren konnten wir das selbstmiauend nicht,
immerhin hatten wir doch wahnsinnigen Hunger und vor allem Durst wegen diesem trockenen “Berlin”.

Lautmiauend forderten wir unser Frühstück,
doch dieses “Berlin” steckte auch jetzt noch faustdick in der Karte.
Von jetzt auf gleich weckte es unseren Mitbewohner schlagartig auf, der war plötzlich hellwach.

Blöderweise fand er die Reste des Berliner Doms und von anderen Teilen aus “Berlin”
und das alles noch bevor wir unser Frühstück in der Schale hatten …

Berlin Post 41_Foto2

Miiiau, der Dosi wurde total böse und schimpfte uns ganz arg.
Er fand es überhaupt nicht zum Schnurren, dass wir von der Karte unseren netten Freundin gekostet hatten, immerhin hat sie doch extra an uns gedacht.

Er verlangte auch gleich das wir uns für diese Aktion entschuldigen, gerade wir bräuchten diese Freundin schließlich bald ganz dringend.

Wir haben bis jetzt nicht verstanden wieso,
doch die Aktion war wirklich nicht nett (und brauchte uns vor allem auch gar nichts), also:

Liebe Freundin,

es tut uns wirklich leid, aber dein “Berlin” war einfach zu interessant für uns, um es links liegen zu lassen.
Entschuldigung, wir hoffen du bist uns nicht böse! (Schnurr, Schnurr, Schnurr)

Deine netten Blogkatzen

PS: Eigentlich ist nur und ausschließlich dieser bengalische Clown Matt schuld,
aber das wollte unser Herrchen gar nicht mehr hören.

5 Kommentare

  1. Ich kann euch auch verstehen, wenn ihr die Karte aus Berlin mal probieren wolltet.
    Sie hätte auch gut schmecken können!!!
    Natürlich hat sich euer Mitbewohner sehr darüber geärgert, dass ihr die Karte
    in kleine Stücke gerissen habt. Aber was geschehen ist, kann man nicht mehr
    rückgängig machen.
    Ich finde es aber nett von euch, dass ihr euch ganz lieb bei der Freundin entschuldigt habt.

    Liebe Grüße von
    Elke

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